Zahl der Lebensmittelinfektionen steigt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet ein deutliches Ansteigen von Lebensmittelinfektionen. Im Jahr 2000 wurden in Deutschland 200.000 Fälle amtlich registriert, wobei nach Meinung des RKI dies nur die 'Spitze des Eisberges' sei. Für das Jahr 1999 kalkuliert das RKI die Kosten für die stationäre Behandlung von Patienten mit Infektionen des Verdauungstraktes auf etwa 225,0 Mio. Euro. Im Jahr 2001 wurden insgesamt 54.410 Erkrankungen durch den Erreger 'Camphylobakter'. Das sind fast 25.000 mehr als im Jahr zuvor. Wesentliche Faktoren für die Zunahme der Lebensmittelinfektionen sind nach Angaben des RKI vor allem die erhöhte Nachfrage nach Lebensmitteln ohne Konservierungsstoffe und mangelnde Kenntnisse über Lebensmittel und deren Zubereitung, da immer weniger zu Hause gekocht werde. Außerdem erhöhe sich durch die Globalisierung das Risiko, dass Lebensmittel auf langen Transportwegen verderben. Schließlich steige der Anteil an Lebensmittel bedingten Krankheiten, die auf Reisen ins Ausland erworben werden. Quelle: Fleischwirtschaft, 82. Jg. (2002) S. 54



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