Zusatzstoff-Zulassungsverordnung geändert

Über die Einordnung von Nitrit und Nitrat ist lange diskutiert worden. Die Erörterung in der Gemeinschaft haben nämlich ergeben, dass nach Artikel 2 Abs. 1 und 4 der Richtlinie 95/2 EG Nitrit und Nitrat nur zu Konservierungszwecken zugelassen sind. Diese Stoffe sind im Anhang III der Richtlinie 95/2/EG aufgeführt. Durch Änderung der Anlagen 4 und 5 der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung wird dieser Vorgabe der EU Rechnung getragen. In Zukunft muss bei verpackten Lebensmitteln die Verwendung von Kalium- und/oder Natriumnitrit sowie Kalium- und/oder Natriumnitrat in der Zutatenliste als Konservierungsstoff angegeben werden, denn verpackte Ware unterliegt dem EG-Gemeinschaftsrecht. Aus diesem Grunde musste die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung geändert werden. Wichtig: Die Kenntlichmachung bei loser Ware unterliegt der nationalen Regelung. In Zukunft muss beim Einsatz von Nitritpökelsalz, Nitriten und/oder Nitraten auch bei loser Ware auf die Verwendung dieser Konservierungsstoffe hingewiesen werden. Die Angaben "mit Konservierungsstoff" oder "konserviert" können aber durch folgende Angaben ersetzt werden. a) "mit Nitritpökelsalz" bei Lebensmitteln mit einem Gehalt an Natrium- oder Kaliumnitrit, auch gemischt und in Mischung mit Kochsalz, jodiertem Kochsalz oder Kochsalzersatz, b) "mit Nitrat" bei Lebensmitteln mit einem Gehalt an Natrium- oder Kaliumnitrat, auch gemischt, oder c) "mit Nitritpökelsalz und Nitrat" bei Lebensmitteln mit einem Gehalt an Natrium- oder Kaliumnitrit und Natrium- oder Kaliumnitrat, jeweils auch gemischt und in Mischung mit Kochsalz, jodiertem Kochsalz oder Kochsalzersatz. Auf den Speisenkarten und Wochenplänen muss also bei der Verwendung von Nitrit, Nitritpökelsalz oder Nitrat entweder stehen "mit Konservierungsstoff" oder "konserviert" oder eine unter der a) bis c) angegebenen Angaben erscheinen. Quelle: 1. Verordnung zur Änderung zusatzstoffrechtlicher Vorschriften vom 13.11.2000 Bundesgesetzblatt IS1520.


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