Acrylamid-Verordnung

Dehoga kämpft für kleine und mittlere Betriebe

Der Dehoga-Bundesverband setzt sich dafür ein, dass kleine und mittelständische Betriebe nicht belastet werden.
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Der Dehoga-Bundesverband setzt sich dafür ein, dass kleine und mittelständische Betriebe nicht belastet werden.

Seit dem 11. April müssen Gastronomiebetriebe die neue EU-Acrylamidverordnung vom Dezember umsetzen. Bezüglich Probenahme-, Analyse- und Dokumentationspflichten bleibt sie im Wortlaut noch ungenau, so die Einschätzung des Dehoga-Bundesverbandes in einer Veröffentlichung vom 13. April. Unklar bleibe, welche Regeln für welche Betriebsgrößen gelten. Um für mehr Klarheit zu sorgen, hat der Verband auf seiner Webseite ein Merkblatt verlinkt und steht im Kontakt mit der europäischen Politik.

Von der Verordnung betroffen sind geröstete, gebackene, gebratene und frittierte Produkte wie Pommes frites, Chips, Snacks, Cracker sowie Brot, Frühstückszerealien außer Porridge, feine Backwaren, Kaffee und Kaffeemittel aus Getreide und Zichorie. Laut Dehoga sollten bestimmte Maßnahmen zur Reduzierung von Acrylamid bislang nur große Fast-Food-Ketten betreffen. Einem neuen Entwurf zufolge, der dem Verband seit dem 3. April vorliege, seien nur noch Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten ausgenommen. 

Der Dehoga stehe in direktem Kontakt zu Mitgliedern des Europäischen Parlaments und hat die Europäische Kommission aufgefordert, den Leitlinienentwurf im Sinne der Branche abzuändern, so dass kleine und mittelständische Betriebe nicht betroffen wären.

Der Text der Verordnung samt Anhang ist im EU-Amtsblatt nachzulesen.

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