Allergen-Management

Teilnehmer für Pilot-Phase gesucht!

Gastronomie-Betriebe, die ihr Allergen-Management im Griff haben, können sich von Ally Allergens prüfen und zertifizieren lassen. Auch Beratung und Schulungen bietet das junge Unternehmen an.
Ally Allergens
Gastronomie-Betriebe, die ihr Allergen-Management im Griff haben, können sich von Ally Allergens prüfen und zertifizieren lassen. Auch Beratung und Schulungen bietet das junge Unternehmen an.

Das junge Unternehmen Ally Allergens schult und berät Restaurants und Food-Betriebe im Allergen-Management. Noch in diesem Jahr soll das neu entwickelte Zertifikat "Certified by Ally" geprüfte Betriebe ausweisen. Für die Testphase sucht Gründerin Christina Rückert nach starken Gastronomie-Partnern. Die Teilnahme an der Pilotphase ist kostenfrei.

"Mit den Pilot-Teilnehmern durchlaufen wir den gesamten Zertifizierungsprozess", erklärt Christina Rückert, Geschäftsführerin des Start-ups Ally Allergens. "Sprich: wir prüfen, ob der Betrieb bereits alle Kriterien erfüllt und wo noch Handlungsbedarf besteht." Gemeinsam werde dann ein Plan für die Umsetzung notwendiger Maßnahmen entwickelt. Nach erfolgreicher Prüfung erhält der Betrieb das Allergen-Management-Siegel für seine Kundenkommunikation und Werbung.

Werbung über Social Media

"Unsere Pilotphase wird medial auf all unseren Social-Media-Kanälen begleitet. Somit erhalten die Teilnehmer eine zusätzliche Werbeplattform", so Rückert. Nach dem Beta-Launch der Plattform für Betroffene namens "AskAlly" gerhören die Teilnehmer zu den ersten Gastronomien, die dort vorgestellt werden. Aktuell verfüge man über den Zugang zu einem Netzwerk von ca. 27.000 Betroffenen.
Gründerin Christina Rückert ist überzeugt: Betroffene würden deutlich öfter essen gehen, wenn sie die Sicherheit hätten, dass sie sich auf die Allergen-Kennzeichnung verlassen können – und sind dann auch bereit, mehr auszugeben.
Ally Allergens
Gründerin Christina Rückert ist überzeugt: Betroffene würden deutlich öfter essen gehen, wenn sie die Sicherheit hätten, dass sie sich auf die Allergen-Kennzeichnung verlassen können – und sind dann auch bereit, mehr auszugeben.
Wie wichtig die korrekte Kennzeichnung von Allergenen für Betroffene ist, weiß die Start-up-Gründerin aus eigener Erfahrung. Vor sechs Jahren erhielt Rückert die Diagnose Zöliakie. "Durch die bestehende Lebensmittelinformationsverordnung sind Allergene zwar kennzeichnungspflichtig – und das hilft uns auch enorm –, der Weg der Zubereitung allerdings bleibt im Dunkeln." Werde beispielsweise ein Lebensmittel auf dem gleichen Brett geschnitten wie normales glutenhaltiges Brot, könne dies für Zöliakie-Betroffene bereits Konsequenzen haben.
 
"Allergen-Management mag kein sexy Thema sein, das man besetzen kann. Aber seine Relevanz haben trotzdem schon viele Gastronomen erkannt", meint Rückert. "Immerhin verträgt jeder Vierte bestimmte Lebensmittel nicht." Ein Prozent der Deutschen sind von Zöliakie betroffen, berichtet sie, ein noch größerer Anteil ernährt sich glutenfrei. Ihr schlagendes Argument aber: Das Restaurant wählen Betroffene oft gemeinsam mit Freunden und Familie aus, die dann leicht und gut informiert entscheiden können.
Ein erfolgreiches Beispiel für die Zertifizierung existiert übrigens in Italien. Der dortige Zöliakieverband hat nach Aussage Rückerts bereits über 4.000 Betriebe geprüft und ausgezeichnet, die bedenkenlos von Betroffenen aufgesucht werden können.
 
Interessenten an der deutschen Pilot-Phase können sich hier mit Ally Allergens in Verbindung setzen.

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