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Gesünder essen mit leiser Musik

Leise Musik is(st) gesünder.
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Leise Musik is(st) gesünder.

Bei leiser Musik entscheidet sich der Mensch eher für gesündere Gerichte als bei lauter. Zu diesem Ergebnis sind amerikanische und schwedische Wissenschaftler in einer Studie gekommen, die der Radiosender Big FM Ende Mai vorgestellt hat.

86 Prozent der Testpersonen, die leise Musik hörten, griffen zum Salat. Bei lauter Musik entschieden sich 44 Prozent der Hörer für Kuchen, genauso wie die Hälfte derer, die gar keine Musik hörten. Dieses Studienergebnis betrachteten die Wissenschaftler des Muma College of Business, Florida, als eindeutig.

Zwei Versuchsreihen für klare Ergebnisse

Ein erster kleiner Test in einem schwedischen Café hatte bereits eine klare Tendenz für die gesunde Wahl bei leiser Musik erkennen lassen. Der Anteil der Café-Besucher, die sich für Salate und Co entschieden, stieg bei leiser Musik um zehn Prozent, so Big FM. Umgekehrt entschieden sich 20 Prozent mehr Gäste für weniger gesunde Speisen, wenn laute Musik gespielt wurde. Hierbei wurden die Gäste über jeweils zwei Tage hinweg mit Musik von einer Lautstärke von 55 bzw. 70 Dezibel ausgesetzt. 55 Dezibel entsprechen in etwa dem Geräuschpegel einer gewöhnlichen Unterhaltung, 70 Dezibel hingegen der Lautstärke eines Rasenmähers.

Mit diesem ersten Ergebnis als Indikator wurde der wissenschaftliche Versuch arrangiert, der das klare Ergebnis erbrachte: Leise Musik fördert die gesunde Essensauswahl. 71 Studenten wurden gebeten, sich zwischen einem Stück Kuchen und einem Fruchtsalat zu entscheiden, nachdem sie mehrere Minuten lang entweder klassische laute, leise oder gar keine Musik gehört hatten. Mit weiteren Experimenten fanden die Forscher zudem heraus, dass die Wahl des Musikgenres wohl keine signifikante Rolle bei diesem Phänomen spielt.

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