Bayern/StMELF

Aktion gegen Food Waste zieht an

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit den Münchner Foodsharing-Vorständen Julia Peters-Klopp (l.) und Günes Seyfahrt beim Start der Aktion "Wir retten Lebensmittel".
Hauke Seyfarth
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mit den Münchner Foodsharing-Vorständen Julia Peters-Klopp (l.) und Günes Seyfahrt beim Start der Aktion "Wir retten Lebensmittel".

In München ist Anfang Juni die einwöchige Aktion "Wir retten Lebensmittel" gestartet. Ernährungsministerin Michaela Kaniber und der Verein "Foodsharing München mit angrenzenden Kreisen" werben mit einer Foodtruck-Roadshow in der bayerischen Hauptstadt für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln.

Erste Station der Aktion war am 3. Juni der Geschwister-Scholl-Platz in München. "Es darf nicht sein, dass so viel in die Tonne geworfen wird. Wir brauchen mehr Wertschätzung für Lebensmittel – und mehr Respekt für diejenigen, die sie erzeugen, unsere Landwirte", sagte die Ministerin zum Auftakt der Aktion. Wertvolle Lebensmittel landeten im Müll, weil sie nicht mehr schön genug erscheinen, vermeintlich zu alt sind oder weil sie im Überfluss gekauft wurden. In Bayern gehen deshalb jedes Jahr rund 1,3 Mio. Tonnen Lebensmittel "verloren", der größte Teil davon in privaten Haushalten, so die Mitteilung der Akteure von "Wir retten Lebensmittel". "Jeder von uns kann täglich einen Beitrag leisten, damit sich dies schnellstmöglich ändert", so Kaniber weiter. Die Wertschätzung für Lebensmittel sei nicht nur eine Frage der Werte, sondern auch ein ökonomisches Problem. Lebensmittelverschwendung vernichte Ressourcen.

Roadshow gegen Food Waste

Um die Konsumenten zu sensibilisieren, macht der Aktions-Imbisswagen nun zur Mittagspausen-Zeit Halt an belebten Plätzen. Dort werden kostenlos Speisen verteilt – zubereitet aus Lebensmitteln, die in diesen Tagen vor der Tonne gerettet wurden. Bei dieser Gelegenheit wollen die Initiatoren über das Problem informieren und Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln geben.

Am Foodtruck bildete sich eine Schlange Interessierter.
Hauke Seyfarth
Am Foodtruck bildete sich eine Schlange Interessierter.
Bayern hat sich den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, der EU und der Bundesregierung angeschlossen, die Lebensmittelverluste bis 2030 deutlich zu reduzieren. Dazu wurde zum Beispiel im Jahr 2016 das Bündnis "Wir retten Lebensmittel!" mit insgesamt 17 Maßnahmen ins Leben gerufen.

Der Foodtruck steht bis Freitag, von 11.30 Uhr bis 14 Uhr an folgenden Standorten in München: Dienstag, 4. Juni, Münchner Freiheit; Mittwoch, 5. Juni, Rainer-Werner-Fassbinder-Platz; Donnerstag, 6.Juni, PEP Neuperlach; Freitag, 7. Juni, Rosenkavalierplatz.

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