Bewertungsplattform für Arbeitgeber

7 Fragen an Yenia Zaba von Kununu

Yenia Zaba, Director Global Communications & Brand, Kununu.
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Yenia Zaba, Director Global Communications & Brand, Kununu.

Auf Bewertungsplattformen wie Kununu bewerten Arbeitnehmer Arbeitgeber. Hintergründe und praktische Tipps zur Nutzung durch Unternehmen gibt Yenia Zaba, Director Global Communications & Brand, Kununu.

Dieses Interview erschien zunächst als Teil eines Kununu-Rankings der beliebtesten Foodservice-Brands in der Mai-Ausgabe der foodservice.  Jetzt im E-Paper lesen

FOOD SERVICE: Wie hoch schätzen Sie den Anteil an Bewerbern, die sich vor einem Jobwechsel auf Kununu informieren?
Yenia Zaba: Aktuell nutzt bereits jeder zweite Jobsuchende kununu.com, um seine Jobentscheidung zu treffen.

Warum ist es wichtig ist, auf Kununu aktiv zu sein?
Im Wettbewerb um die besten Talente wird es immer wichtiger, das eigene Unternehmen transparent und authentisch vorzustellen, um eine attraktive Arbeitgebermarke zu präsentieren. Mit einem Unternehmensprofil bei kununu können Unternehmen potenzielle Kandidaten genau dort ansprechen, wo sie nach Informationen suchen.

Warum sollten Personalverantwortliche stets reagieren?
Arbeitgeber, die sowohl auf positives als auch auf negatives Feedback reagieren, werden nach außen glaubhafter und positiver wahrgenommen. Denn schließlich geht es für Unternehmen darum, die passenden Kandidaten zu finden – Feedback gehört hier immer dazu. Kommentare sollten dabei offen und gegebenenfalls auch selbstkritisch formuliert werden, um einen positiven Eindruck zu erzeugen und Transparenz zu demonstrieren. Hierdurch vermittelt das Unternehmen nicht nur eine Wertschätzung an seine Mitarbeiter, sondern nimmt auch eine Moderationsrolle ein, die negativen Bewertungen ihre Schlagkraft nehmen kann.

Welche Regeln sollten Arbeitgeber beachten?
Generell empfehlen wir, Bewertungen nicht zu beanstanden, solange sie keine Unwahrheiten und Beleidigungen enthalten, da dies auch an die eigenen Mitarbeiter ein negatives Signal sendet – denn diese tauschen sich natürlich auch untereinander aus und beobachten, was sich auf dem Unternehmensprofil tut. Auch nach außen hin vermitteln ein gezieltes Anzweifeln von Bewertungen oder eine vorschnelle Löschung einen unsouveränen Eindruck sowie den Anschein, dass das Unternehmen keinen konstruktiven Umgang mit Feedback pflegt.

Was wäre sinnvoll?
Unternehmen können die eigenen Mitarbeiter ermuntern, Bewertungen abzugeben. Oftmals sehen zufriedene Mitarbeiter/-innen für sich keinen Anlass, eine Bewertung abzugeben. Werden diese Mitarbeiter intern abgeholt und geben daraufhin eine positive Bewertung ab, so hat dies direkten Einfluss auf den Kununu-Score.


Was sollten Arbeitgeber besser lassen?
Sie sollten nicht versuchen, negative Bewertungen zu verhindern, indem sie beispielsweise aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter dazu auffordern, keine oder nur positive Bewertungen abzugeben. kununu verfolgt das Ziel, dass mehr passende Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenfinden. Voraussetzung hierfür ist ein authentisches und transparentes Unternehmensprofil.

Werden Kommentare geprüft, bevor sie online gehen?
Jede abgegebene Bewertung wird von einem Algorithmus auf technische und textliche Parameter, wie die Herkunft der E-Mail-Adresse oder den Zeitpunkt der Erstellung, automatisch geprüft. Darüber hinaus werden Bewertungen auch manuell von einem eigenen Team anlassbezogen und auch stichprobenartig kontrolliert. Wenn der einschlägige Verdacht entsteht, dass es sich um eine Fake- oder Mehrfach-Bewertung handeln könnte, wird der jeweilige User kontaktiert und aufgefordert, seine Tätigkeit im Unternehmen nachzuweisen.


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