BMEL / Dehoga

Wettbewerb um gesunde, kreative Speisekarten für Kinder

Startschuss auf der Anuga: Bundesministerin Julia Klöckner und Dehoga-Präsident Guido Zöllick präsentieren den Wettbewerb.
BMEL/Michael Gottschalk
Startschuss auf der Anuga: Bundesministerin Julia Klöckner und Dehoga-Präsident Guido Zöllick präsentieren den Wettbewerb.

Ungesund! So lautet das Urteil einer Studie der Universität Heidelberg über die meisten Kindermenüs in deutschen Restaurants. Ein Wettbewerb von Bundesministerium für Ernährungung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) soll das ändern. Prämiert werden gesunde und abwechsungsreiche Angebote.

Präsentiert wurde die neue Initiative "Ausgezeichnet! Deutschlands beste Kinderspeisekarten" auf der Fachmesse Anuga in Köln. Alle gastronomischen Betriebe Deutschlands sind eingeladen, ihre gesunden, altersgerechten und kreativen Kinderspeisekarten einzureichen. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2020. Die Betriebe mit den drei besten Vorschlägen werden zum Empfang nach Berlin eingeladen.

4 Kritierien entscheiden

Bewertet werden die Rezepturen und die angebotenen Speisen nach folgenden vier Kriterien:
  • Angebot und Vielfalt
  • Zutaten und Zubereitung
  • Kreativität des Angebots
  • Kinderfreundlichkeit des gastronomischen Betriebs
Zusätzlich müssen die Wettbewerbsteilnehmer einen kurzen Fragebogen beantworten. Darin teilen sie neben ihren Erfahrungen auch Tipps und Empfehlungen für andere Gastronomen.

Speisenangebot für Kinder zu ungesund

Mit dem nun gestarteten Wettbewerb reagiert das BMEL auf eine bundesweite Studie der Universität Heidelberg (Zweigstelle Mannheim) zu Kindergerichten in der Gastronomie vom Februar dieses Jahres. Die Untersuchung beurteilt etwa 70 Prozent der angebotenen Speisen als ungesund. Sie weisen eine hohe Energie- und geringe Nährstoffdichte auf. Zudem enthalten sie eine hohe Anzahl hochverarbeiteter Produkte, wie etwa panierte Schnitzel, Würstchen oder Pommes frites. Schnitzel oder die Chicken Nuggets mit Pommes Frites stehen mit 28,7 Prozent Anteil an der Spitze der am häufigsten angebotenen Gerichte.

Gesund und kreativ, bitte!

"Ich will mich nicht abfinden mit den Ergebnissen der Studie, dass selbst in guten Restaurants Kindern vorwiegend Gerichte angeboten werden, die kalorienreich sind", sagte Ernährungsministerin Julia Klöckner anlässlich der Vorstellung des Wettbewerbs. Gleichzeitig freue sie sich, dass der Dehoga ihrer Idee eines Wettbewerbs um die beste Kinderspeisekarte gefolgt sei und sich nun zahlreiche Gastronomen daran beteiligten.



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