Risiko

Bundesamt warnt vor Coffee-to-go-Bechern

Becher aus Bambusfasern oder Maismehl enthalten oft auch Kunststoffe, die in den Kaffee übergehen können.
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Becher aus Bambusfasern oder Maismehl enthalten oft auch Kunststoffe, die in den Kaffee übergehen können.

Coffee-to-go-Becher und weiteres Geschirr aus Bambusfasern oder Maismehl, enthalten häufig Melamin oder Formaldehyd. Diese gesundheitlich bedenklichen Stoffe können bei höheren Temperaturen herausgelöst werden und in Lebensmittel übergehen beziehungsweise migrieren.

 Bei Schwerpunktuntersuchungen der Bundesländer wurde der spezifische Migrationsgrenzwert für Melamin in einem Viertel der Proben überschritten. Darauf wies das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bei seiner Pressekonferenz am Dienstag in Berlin hin.

Die als nachhaltige Alternativen zu Einweg-Produkten vermarkteten Coffee-to-go-Becher sowie weiteres Geschirr aus "natürlichen" Rohstoffen wie Bambusfasern oder Maismehl enthalten Kunststoffe wie Melamin-Formaldehyd-Harze. Wenn beispielsweise heiße Getränke wie Kaffee oder Tee eingefüllt oder Speisen in der Mikrowelle erhitzt werden, lösen sich die Kunststoffe.

Bei einem bundesweiten Monitoring wurden 56 Produkte untersucht. In einem Viertel der Proben wurde der spezifische Migrationsgrenzwert für Melamin überschritten, in 11 Prozent der Proben für Formaldehyd.

Die höchsten Werte lagen um das vierfache bei Melamin und um das 19-fache bei Formaldehyd über den spezifischen Migrationsgrenzwerten.

"Die Verbraucherinnen und Verbraucher denken, sie greifen zu einer umweltfreundlichen Alternative, halten dann aber ein Produkt in Händen, von dem ein gesundheitliches Risiko ausgehen kann", erklärte BVL-Präsident Dr. Helmut Tschiersky. "Besonders bedenklich ist, dass die Übergänge von Melamin in die jeweiligen Lebensmittel bei mehrfacher Nutzung der Produkte sogar ansteigen."

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