Ernährungsbildung | Acker e.V.

Grüner Wandel in Schulen

Je mehr Kinder über den Lebenszyklus von Lebensmitteln wissen, umso mehr können sie ihren Wert ermessen, sind die Macher des Berliner Sozialunternehmens Acker e.V. überzeugt.
Acker e.V.
Je mehr Kinder über den Lebenszyklus von Lebensmitteln wissen, umso mehr können sie ihren Wert ermessen, sind die Macher des Berliner Sozialunternehmens Acker e.V. überzeugt.

Das Berliner Sozialunternehmen Acker e.V., ehemals Ackerdemia, will mit aller Kraft in Deutschlands Kitas und Schulen einen grünen Wandel anstoßen. Sein großes Ziel: Bis 2030 sollen alle Kinder die Möglichkeit erhalten, den gesamten Kreislauf des Lebensmittelanbaus kennenzulernen. Mit im Boot beim nächsten Event des Vereins ist der prominente Klima-Aktivist Dr. Eckart von Hirschhausen. Die Ackerkonferenz findet Anfang November statt.

"Genau wie Musik, Sport oder Kunst fester Bestandteil des Bildungssystems sind, soll auch der Baustein 'Natur und Lebensmittel' selbstverständlich werden, um die heranwachsenden Generationen für Themen wie 'Nachhaltigkeit' oder 'Klimawandel' zu sensibilisieren", fordert Acker-Gründer Dr. Christoph Schmitz. In den Bildungsprogrammen "GemüseAckerdemie" und "AckerRacker" der Berliner Bildungsorganisation erleben Kinder den Gemüseanbau mit allen Sinnen – ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

 
Erfahren Kinder selbst, wie sie mit ihrer Hände Arbeit Lebensmittel wachsen lassen können, diese sogar noch selbst zu leckerem Essen verarbeiten, lernen sie nicht nur Grundsätzliches und Nützliches fürs Leben, sondern entdecken den wahren Wert von Karotte, Kohl und Co. Auch Erwachsenen bietet Acker grüne Aha-Erlebnisse. So ermöglicht "Black Turtle" den Anbau alter Gemüsesorten Zuhause. In Büros und Quartieren lässt das Programm die "Ackerpause" Gemüse und Gesundheit gedeihen. Damit erreiche "Acker" viele Menschen in sehr unterschiedlichen Kontexten.

Über 100.000 Kinder aktiviert

Das Hochschulprogramm "CampusAckerdemie" vermittelt angehenden Lehrkräften alles Wichtige für die Leitung eines Schulgartens.
CC-BY-SA www.jagaland.de
Das Hochschulprogramm "CampusAckerdemie" vermittelt angehenden Lehrkräften alles Wichtige für die Leitung eines Schulgartens.

Zum Ackern motiviert der bislang unter "Ackerdemia" bekannte Verein mittlerweile nicht nur bundesweit in Deutschland sondern auch in der Schweiz und in Österreich. Bis dato haben laut der Organisation über 100.000 Kinder seine auf verschiedene Altersgruppen zugeschnittenen Bildungsprogramme durchlaufen – und es sollen noch mehr werden: Bis 2030 will Acker erreichen, dass ein solcher Lebensmittel-Lernort an Schulen und Kitas zur Selbstverständlichkeit wird. An der Verwirkluchung dieser Vision arbeiten über 100 Beschäftigte, deren Einsatz durch diverse Auszeichnungen und ausdrückliches Lob belohnt wird. "Wenn mein Schulleiter mir den Schulgarten wegnimmt, kündige ich", zitiert der Verein eine Lehrerin.
Das Hochschulprogramm "CampusAckerdemie" vermittelt angehenden Lehrkräften alles Wichtige für die Leitung eines Schulgartens.
CC-BY-SA www.jagaland.de
Das Hochschulprogramm "CampusAckerdemie" vermittelt angehenden Lehrkräften alles Wichtige für die Leitung eines Schulgartens.

Jetzt die Weichen stellen

"Hier wächst Wandel" lautet das Motto der Ackerkonferenz, zu der Acker am 3. und 4. November 2021 einlädt. Diskutiert werden die zentralen Fragen: Wie können wir unser Bildungs- und Ernährungssystem nachhaltiger gestalten? Welche Schritte müssen wir gehen für eine zukunftsfähige Gesellschaft? Welche Weichen müssen wir stellen, damit ein sozial-ökologischer Wandel gelingt? Mit dabei sind Praktiker, Experten und Interessierte sowie – last but not least – Arzt, Autor, Kabarettist und Klima-Aktivist Dr. Eckart von Hirschhausen. Moderiert wird das Event von Journalist Tobias Krell, bekannt aus der KIKA-Kinderwissenssendung "Checker Tobi". 

Tickets können Interessierte buchen unter: konferenz.acker.co/tickets/

Über Acker
"Mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel" – dafür setzt sich Acker e. V. mit den bereits mehrfach ausgezeichneten Bildungsprogrammen "GemüseAckerdemie" und "AckerRacker" ein. Angebote wie "Black Turtle" und "Ackerpause" wollen auch Privatpersonen und Unternehmen motivieren, den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Lebensmitteln zu fördern. Der gemeinnützige Verein wurde im Jahr 2014 von Dr. Christoph Schmitz initiiert und gegründet. Im Jahr 2021 erfolgte die Umbenennung von Ackerdemia e. V. in Acker e. V.

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