Gastmarketing

Achtung Gast!


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Kluges Gastmarketing ist eine Disziplin, die sich den vielfältigen Ansprüchen und Veränderungen ständig anpassen muss. Dazu gehört es, proaktiv Anreize zu schaffen. Hier eine Checkliste mit Tipps. Aktionen bieten der Betriebsgastronomie viele Chancen, um sich zu profilieren und neue Gästegruppen anzusprechen.

Dieser Text erschien als Teil der neuen Serie "Marketing Praxis" zuerst in der Juni-Ausgabe der gv-praxis.

1. Klare Ziele.

Viele Aktionen entstehen auf der Basis von Brainstorming oder "Hab' ich mal gesehen...". Das führt dazu, dass Aktionen um der Aktion willen durchgeführt und nicht konsequent nachgehalten werden. Starten Sie daher immer mit dem Ziel für die Aktion und seien Sie möglichst präzise: Neue Gäste gewinnen oder aktuelle Gäste binden, das Profil schärfen oder den Mitarbeitern eine Bühne bieten. Nur eine klare Ausrichtung führt zum Ziel.

2. Mehrwert für den Gast.

Aktionen müssen den Gast in seinen Interessen abholen und einen echten Mehrwert bieten. Kulinarik alleine reicht da häufig nicht. Denn kulinarische Kompetenz ist inzwischen weit verbreitet. Aber gutes Essen sowie spannendes Anschauungsmaterial und Erlebniswelten bieten einen echten Mehrwert.

3. Interaktionen einplanen.

Nichts ist spannender als die Interaktion zwischen Menschen. Sie dürfen bei Aktionen nicht fehlen und sollten konsequent mit eingeplant werden. Denn eine Aktion, bei der das Rezept zwar neu, die Ausgabe aber so wie immer ist, reißt nicht aus dem Alltag raus – und bleibt auch nicht im Gedächtnis. Und auch Interaktionen zwischen den Gästen spielen eine wichtige Rolle.

4. Konsequente Planung.

Aktionen entstehen nicht aus der hohlen Hand. Gerade Aktionen, die deutlich vom alltäglichen Angebot abweichen sollen, müssen sehr gut geplant sein. Je eher hier die Mitarbeiter eingebunden werden, desto besser. Und je mehr sie über die Pläne und die Ziele wissen, desto sicherer werden sie in der Aktion selbst sein. Hier gilt eine alte Weisheit: Gegen die Mitarbeiter lassen sich keine Erlebnisse für die Gäste gestalten.

5. Authentisch sein.

Aktionen sind sicherlich ein Ausbruch aus dem Tagesgeschäft. Aber man sollte den Bogen auch nicht überspannen. Am Ende sollen Aktionen glaubhaft und authentisch sein – und nicht in Richtung Maskerade und Schauspiel abdriften. Hier spielen dann auch wieder die Mitarbeiter eine Rolle – fühlen sie sich mit einer Aktion nicht wohl, sollte noch einmal nachgedacht werden.

6. Partner finden.

Oftmals kann man die Glaubwürdigkeit und die Umsetzung einer Aktion mit einem Partner deutlich verbessern, wenn man sie einbindet. Wichtige Fragen: Was soll mit einem Partner erreicht werden und wie gut erfüllen die ausgewählten Partner diese Anforderungen?

Dieser Text erschien als Teil der neuen Serie "Marketing Praxis" zuerst in der Juni-Ausgabe der gv-praxis. Kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.



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