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Lebensmittel – was genau ist drin?


Einem Essen sieht man nicht an, welche Allergene oder Zusatzstoffe enthalten sind. Doch der Gast muss detailliert informiert werden.
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Einem Essen sieht man nicht an, welche Allergene oder Zusatzstoffe enthalten sind. Doch der Gast muss detailliert informiert werden.

Gastronomen müssen jederzeit Auskunft geben können, welche Inhaltsstoffe in Speisen enthalten sind und woher die Zutaten stammen. Gemeinsam mit Handel, Industrie und GS1 Germany will die Foodservice-Branche mit einem Leitfaden das Datenmanagement effizienter, sicherer und zuverlässiger machen.

Von Allergenen und Zusatzstoffen bis zu Angaben, wie vegan oder vegetarisch ein Gericht ist – Gesetze wie die Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) sowie Verbraucher fordern detaillierte Informationen von den Unternehmen aus dem Food-Sektor: Stammen Zutaten aus nachhaltigem Anbau? Wurde in der Region produziert? Handelt es sich um ein saisonales Produkt?

Diese Informationen jederzeit bis ins Kleinste zugänglich zu machen, ist eine große Herausforderung für die Foodservice-Akteure. Meist besteht ein Gericht aus mehreren Produkten unterschiedlicher Hersteller. "Bislang beziehen Gastronomen die Daten eines jeden Produkts vom jeweiligen Händler. Er trägt die Verantwortung für verlässliche Informationen und muss sie in vielen Fällen manuell bei seinen Lieferanten anfragen", sagt David Hintzen, Senior Branchenmanager Foodservice bei GS1 Germany. In der Regel werden die Daten manuell in die individuellen Systeme der Abnehmer eingepflegt. Aktualisierungen sind aufwändig und spontane Rezeptänderungen schwierig. Als insgesamt eher fehleranfälligen und wenig effizienten Prozess beurteilt Hintzen die aktuelle Vorgehensweise.

Mehrwert für Hersteller

"Bei Lieferanten und Herstellern verursacht dieser Prozess natürlich erst einmal Mehraufwand, denn sie sind gefordert und müssen kontinuierlich mehr Daten ins Globale Daten-Synchronisations-Netzwerk (GDSN) einspielen", so Hintzen weiter. Letztlich profitierten sie aber selbst künftig von dem ersten Aufwand, da die gesammelten Daten zunehmend sowieso für den E-Commerce benötigt werden und dann für künftige Abläufe bereits vorliegen.

Die Branchenempfehlung "Foodservice GDSN – Für den Zielmarkt Deutschland" steht GS1 Complete-Kunden zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Über GS1 Germany

GS1 Germany ist eine nicht gewinnorientierte privatwirtschaftliche Organisation, die Kommunikations- und Prozess-Standards für Unternehmen aller Branchen unterstützt. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie GS1 Artikelnummernsystem zuständig – die Grundlage des Barcodes. GS1 Germany fördert die Anwendung neuer Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und zur standardisierten elektronischen Kommunikation (EDI). Im Fokus stehen außerdem Lösungen für mehr Kundenorientierung (ECR – Efficient Consumer Response) und Trends wie Mobile Commerce, Multichanneling, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit. GS1 Germany gehört zum internationalen GS1 Netzwerk und ist nach den USA die zweitgrößte von mehr als 110 GS1 Länderorganisationen. Paritätische Gesellschafter sind das EHI Retail Institute und der Markenverband.



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