Kampf dem Hunger

Kleine Nährstoffkugeln siegen bei "Students4Kids"

V. l.: Moderatorin Katie Gallus, das Siegerteam von der FH Münster Wieland Buschmann und Jolien Maltzahn, Gun Hellmich, FAZ, und Univ.-Prof. em. Dr. Gerd Assmann, Vorstandsvorsitzender der Assmann-Stiftung für Prävention.
Students4Kids/Christiane Herold
V. l.: Moderatorin Katie Gallus, das Siegerteam von der FH Münster Wieland Buschmann und Jolien Maltzahn, Gun Hellmich, FAZ, und Univ.-Prof. em. Dr. Gerd Assmann, Vorstandsvorsitzender der Assmann-Stiftung für Prävention.

Aus dem internationalen Wettbewerb "Students4Kids" der Assmann-Stiftung für Prävention und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sind Jolien Maltzahn und Wieland Buschmann von der FH Münster als bestes Team hervorgegangen. Im Finale in Berlin überzeugten sie mit ihrem Projekt "SimSimBalls".

Das Preisgeld von 10.000 Euro ist für die Umsetzung des Projekts bestimmt. Die Sim Sim Balls – ein ugandisches Wort für Sesam – bestehen aus Hirse, Sesam, Erdnuss, Banane und Orange. Die Bällchen sollen täglich als frische Zwischenmahlzeit für Kinder zubereitet werden. Sie liefern Mikronährstoffe wie Eisen, Zink, Vitamin C, Kalzium und Niacin und tragen damit zu einer gesunden Entwicklung der Kinder bei.
Rund um die „SimSimBalls“ haben Jolien Maltzahn und Wieland Buschmann ein umfassendes Konzept entwickelt, das den verborgenen Hunger bei Kindern in Uganda bekämpfen soll.
FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Managemen
Rund um die „SimSimBalls“ haben Jolien Maltzahn und Wieland Buschmann ein umfassendes Konzept entwickelt, das den verborgenen Hunger bei Kindern in Uganda bekämpfen soll.
Die Zutaten können mehrere Male im Jahr auf einem eigens dafür vorgesehenen Stück Land angebaut und geerntet werden. Dazu tauschte sich das Team mit dem münsterschen Verein Lichtstrahl Uganda aus, der vor Ort gut vernetzt ist. Die Wirkung der Sim Sim Balls wollen deren Erfinder in Uganda selbst überprüfen. Buschmann studiert Oecotrophologie, Maltzahn befindet sich im Masterstudiengang Ernährung und Gesundheit.

Hohes Interesse am Wettbewerb

Etwa 80 studentische Teams hatten in dem internationelen Wettbewerb Konzepte eingereicht. Gesucht wurden Ideen, um den verborgenen Hunger bei Kindern in Uganda zu bekämpfen. Unter verborgenem Hunger versteht man eine chronische Unterversorgung mit Mikronährstoffen. Etwa zwei Milliarden Menschen sind vom Mangel an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen betroffen, besonders kritisch ist die Lage auf dem afrikanischen Kontinent südlich der Sahara, so die Assmann-Stiftung für Prävention. Der Welthunger-Index stuft die Lage in Uganda weiterhin als ernst ein.



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