Kassen-VO

Warum Sie sich jetzt ums Umrüsten kümmern sollten

Besser jetzt schon um die Kassen-VO kümmern, rät eine Branchen-Expertin.
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Besser jetzt schon um die Kassen-VO kümmern, rät eine Branchen-Expertin.

Zwar soll es für die Kassenumrüstung eine längere Übergangsfrist bis Ende März 2021 geben. Für Hoteliers und Gastronomen bedeutet das aber nicht, dass sie das Thema jetzt erst einmal von sich wegschieben können. Denn: Die Landesbehörden zeigen sich nur dann bis Ende des 1. Quartals 2021 kulant, wenn der jeweilige Unternehmen zumindest schon eine neue Lösung mit der geforderten Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) zumindest bestellt oder beauftragt hat. Darauf weist nun Eva-Maria Bleifuss, Head of Operations für Deutschland bei Cloud-PMS-Anbieter Guestline, hin. 

Die neue TSE soll Steuerhinterziehung über das Kassensystem verhindern. Sie speichert jede Transaktion und liefert einen Code an die Kasse zurück, die ihn dann auf jeden Beleg druckt. Der gesamte Datensatz wird beispielsweise in der Cloud als unveränderbares Protokoll, exportierbar für das Finanzamt gespeichert. Das Problem war, dass zu dem eigentlichen Inkraftreten des neuen Gesetzes die TSE-Lösungen noch im Zertifizierungsprozess und damit nicht verfügbar waren. Deswegen gibt es Übergangsfristen.

Cloud-TSEs noch im Zertifizierungsprozess

"Mit Ausnahme von Bremen haben die Bundesländer nun eine Verlängerung der Frist bis zum 31. März beschlossen", berichtet Branchenexpertin Bleifuss. Aber: "Hoteliers sind verpflichtet eine Lösung zu finden und müssen in jedem Fall bis zum 30. September handeln." Im Zweifelsfall müssten sie nämlich nachweisen, dass bis Ende September 2020 eine verbindliche und rechtzeitige TSE-Installation beauftragt worden ist oder aber eine Cloud-TSE implementiert werden soll, die nachweislich noch nicht verfügbar ist, weil sie zum Beispiel aktuell noch zertifiziert wird.


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