Coronavirus / Lüftung, Luftreiniger

Kalte Jahreszeit wird Herausforderung

Alex-Gastraum. Lufttechnisch stellt der Winter neue Anforderungen.
Mitchell & Butlers Germany GmbH
Alex-Gastraum. Lufttechnisch stellt der Winter neue Anforderungen.

Die sonnigen und warmen Tage sind vorbei. Einige gastronomische Betriebe sind jetzt ganz auf die Plätze im Innenraum angewiesen. Die kalte Jahreszeit wird in diesem Jahr eine besondere Herausforderung, denn mit Blick auf die SARS-CoV-2-Infektionsgefahr gelten besondere Regeln.

Sofern keine raumlufttechnischen Anlagen vorhanden sind, lautet die einfachste Möglichkeit: Fenster auf und stoßlüften! Wie oft und wie lange, hängt ab von der Raumgröße und der Anzahl der Gäste im Raum. Eine Lüftungsampel kann zur Kontrolle hilfreich sein.
Eine für Beschäftigte und Gäste bequemere und vor allem wärmere Lösung bieten Lüftungsanlagen. Hierbei lohnt es, sich beraten zu lassen. Denn ganz einfach ist das nicht und es müssen einige Punkte beachtet werden: Zunächst muss aus der Zahl der Personen, deren Aktivitätsgrad sowie der gewählten CO2-Zielkonzentration der erforderliche Gesamtvolumenstrom ermittelt werden. Dieser wird mit dem tatsächlichen Außenluftvolumenstrom der Lüftungsanlage verglichen. So wird festgestellt, ob die Leistung der Lüftungsanlage ausreicht. Wichtig hierbei: Man sollte versuchen, die ausreichende Luftqualität ausschließlich durch die Zuführung von Außenluft zu erreichen!

Luftreiniger allenfalls ergänzend!

Durch ergänzende Maßnahmen wie etwa sogenannte Luftreiniger kann die Konzentration von Aerosolen in der Raumluft weiter gesenkt werden. Diese müssen insbesondere die SARS-CoV-2-Viren abscheiden oder inaktivieren können. Geeignet sind Geräte mit Filtern der Klassen H 13 und H 14 ("HEPA-Filter") sowie geschlossene UV-C-Strahler, die kein Ozon bilden. Auch hier gilt: Beratung vor Anschaffung! Eine Grundlage bietet dazu das BGN-Positionspapier "Infektionsschutzgerechte Lüftung von Arbeitsbereichen".

Achtung! Luftreiniger verringern die Menge der Viren in der Luft. Sie haben keinen Einfluss auf die CO2-Konzentration im Raum.
Im Moment werden zahlreiche weitere Verfahren zur Bekämpfung von Viren diskutiert: Bei kaltem Plasma, Ozon, Elektrofiltern, Ionisation oder beispielsweise dem Versprühen von Desinfektionsmitteln jeglicher Art sind weder die Wirkung auf Viren ausreichend belegt noch nachteilige Nebenwirkungen auf Beschäftigte ausgeschlossen. Deshalb wird deren Einsatz derzeit nicht empfohlen. Weiterführende Informationen finden Interssierte auf der BGN-Webseite unter www.bgn.de/corona


Sie möchten Aktuelles zum Thema "Coronavirus und die Gastro-Branche" lesen? Mehr fachlichen Input finden Sie in unserem "Coronavirus und die Gastro-Branche"-Dossier.
stats