Neuregelung

Steuerfreie Jobtickets ab Januar

Etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen kommen mit Bus und Bahn zur Arbeit.
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Etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen kommen mit Bus und Bahn zur Arbeit.

Der Countdown läuft: Ab dem 1. Januar 2019 können Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Jobticket steuerfrei zur Verfügung stellen. Das hat der Bundesrat beschlossen. Die Steuerfreiheit gilt für die komplette Kostenübernahme und auch für Zuschüsse zu Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel. Bisher mussten solche Zuwendungen pauschalversteuert werden und waren nur im Ausnahmefall steuerfrei. Von der Neuregelung profitieren bis zu 5 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland.

Mehr als die Hälfte der aktuell 33,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hierzulande pendeln täglich zur Arbeit. Dabei ist laut Mikrozensus für rund 70 Prozent der Berufspendler das Auto das wichtigste Beförderungsmittel. Etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen kommen mit Bus und Bahn zur Arbeit. Angesichts der für mehrere Metropolen angekündigten Diesel-Fahrverbote kann das steuerfreie Jobticket für den Personennahverkehr für viele Arbeitgeber eine sehr attraktive betriebliche Zusatzleistung sein, um Mitarbeiter und Umwelt gleichermaßen zu entlasten.

Platz für zusätzliche Sozialleistungen

„Viele Arbeitgeber haben für einen anteiligen Zuschuss zum Jobticket bisher die 44-Euro-Freigrenze genutzt. Damit war die Freigrenze aber für andere steuerfreie Sachbezugsleistungen blockiert“, erklärt Sodexo-Unternehmenssprecher und Steuer-Experte George Wyrwoll. „Mit der Neuregelung und Steuerfreiheit für Jobtickets kann die 44-Euro-Freigrenze neu genutzt werden. Arbeitgeber haben 2019 also einen viel größeren Gestaltungsspielraum für zusätzliche betriebliche Sozialleistungen", so Wyrwoll. Das werde auch die Beschäftigten freuen.

Sodexo Benefits Pass soll Arbeit erleichtern

Unternehmen können Sachbezüge steuerfrei gewähren, wenn der geldwerte Vorteil insgesamt 44 Euro pro Monat nicht übersteigt. Viele Arbeitgeber nutzen laut Wyrwoll dafür den Sodexo Benefits Pass; eine Sachbezugskarte, mit der die Beschäftigten einkaufen, tanken oder essen gehen können. Mit der Sachbezugskarte lassen sich die Arbeitgeberzuwendungen laut Sodexo zudem leichter steuern, denn für die Bemessung der 44-Euro-Freigrenze sei es wichtig, alle in einem Monat zugeflossenen Sachbezüge zusammenzurechnen. Für Jobtickets muss ab 2019 kein geldwerter Vorteil mehr angesetzt werden, sie werden lediglich auf die Entfernungspauschale des Arbeitnehmers angerechnet, um eine doppelte Steuerbegünstigung zu vermeiden.
Über Sodexo
Sodexo beschäftigt in Deutschland rund 11.200 Mitarbeiter, die täglich mit ihrer Arbeit rund 1,1 Millionen Verbraucher erreichen, unter anderem in Wirtschaftsunternehmen, Behörden, Schulen, Kindergärten, Kliniken und Senioreneinrichtungen. Die Sodexo-Angebote umfassen zum Beispiel Sicherheits-, Wartungs- und Reinigungsdienste sowie Catering und Facility Management. Im Geschäftsbereich Benefits and Rewards Services ist Sodexo laut eigenen Angaben Europas führender Anbieter von betrieblichen Sozialleistungen, Incentives und Motivationslösungen für Firmen und Arbeitnehmer.





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