NRW-Schulmilch

Schluss mit Zucker Fördern


Als letztes Bundesland stellt nun auch Nordrhein-Westfalen die Förderung gezuckerter Milchprodukte im Schulprogramm ein.
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Als letztes Bundesland stellt nun auch Nordrhein-Westfalen die Förderung gezuckerter Milchprodukte im Schulprogramm ein.

Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) will mit Beginn des kommenden Schuljahres nur noch reine Schulmilch fördern. Das haben das Verbraucherschutzministerium und das Schulministerium Ende Mai bekannt gegeben.

Bereits seit einiger Zeit hatten Experten, Politiker und Eltern über zuckerhaltigen Kakao als Teil des Schulmilchprogramms diskutiert. Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte zuletzt öffentlichkeitswirksam die Förderung gezuckerter Schulmilch kritisiert. NRW war im Schuljahr 2018/2019 das letzte Bundesland, das weiterhin gezuckerte Milchprodukte mit förderte.

NRW entschied als letztes Bundesland

Zur Begründung der Kehrtwende, verweist das Ministerium auf das Ergebnis einer Umfrage unter rund 12.000 Eltern. 42 Prozent seien dafür, über das EU-Schulmilchprogramm keine gezuckerten Getränke zu fördern. Dennoch waren noch 38 Prozent dafür, Milch und Kakao finanziell zu fördern. "Auf dieser Grundlage haben wir entschieden, fortan zuckerfreie Milchprodukte zu fördern und keine Fördermittel mehr für Kakao aufzuwenden", erklärte NRW-Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser (CDU).

Bisher wurde im NRW-Schulmilchprogramm zu zwei Dritteln Kakao bestellt. Heinen-Esser hatte vor der Entscheidung noch argumentiert, es sei nicht Aufgabe der Politik, den Bürgern vorzuschreiben, wie sie sich zu ernähren hätten. Nunmehr hat Nordrhein-Westfalen als letztes Bundesland entschieden, keine gezuckerten Getränke mehr mit Geld aus dem EU-Schulmilchprogramm zu fördern. Kakao könne weiterhin bestellt werden, allerdings ungefördert zum normalen Preis.

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