Online-Marktplätze

Ohne diese Bescheinigung droht Sperre

Auch für Gastronomen gilt die neue Marktplatzhaftungsregelung.
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Auch für Gastronomen gilt die neue Marktplatzhaftungsregelung.

Seit Beginn des Jahres haften Marktplatz-Betreiber für nichtabgeführte Steuern der bei ihnen verkaufenden Händler. Gastronomen, die einen Teil ihres Geschäfts über Online-Lieferplattformen erwirtschaften, müssen seit dem mit einer Erfassungsbescheinigung nachweisen, dass sie ihre Steuern ordnungsgemäß abführen. Sonst droht die Sperrung.

Stichtag für den Nachweis dieser Bescheinigung ist der 1. Oktober 2019. Kann ein Gastronom bis dahin keine Erfassungsbescheinigung nachweisen, so kann er durch den Betreiber der Online-Plattform vorübergehend gesperrt werden. Für die Haftungsfrage spielt es übrigens keine Rolle, ob der Online-Marktplatz oder der Händler den Geschäftssitz in Deutschland oder außerhalb des Landes haben. Daher benötigt die Pizzeria um die Ecke, die beispielsweise über Lieferando.de Bestellungen für ihre Pizzen entgegennimmt, ebenso eine Erfassungsbescheinigung, wie der chinesische Händler, der Waren über Amazon-Marktplace an deutsche Kunden vertreibt.

Die Erfassungsbescheinigung kann beim zuständigen Finanzamt beantragt werden, einen Vordruck für den Antrag veröffentlichte das Bundesfinanzministerium. Sie enthält den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Online-Verkäufers sowie seine Steuernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Mit diesem Dokument weisen Gastronomen nach, dass die als Unternehmer im Sinne der Umsatzsteuer gemeldet sind. Aber Achtung: Die vom Finanzamt ausgestellten Bescheinigungen haben nur eine begrenzte Gültigkeit. Voraussichtlicher Stichtag ist hier der 31. Dezember 2021.

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