Talk "High Noon" im Café Future live

Vom Brezelmobil zum Millionenumsatz

Boris Tomic, Chefredakteur foodservice, im Gespräch mit Stefan Weber von casualfood.
Thomas Fedra
Boris Tomic, Chefredakteur foodservice, im Gespräch mit Stefan Weber von casualfood.

In der neuen Gesprächsreihe "High Noon im Café" begrüßt das Café Future live im Rahmen der Internorga drei Gäste aus der Foodservice-Branche. Als erster im Gespräch: Stefan Weber, Geschäftsführer casualfood. Sein Unternehmen wurde am Vorabend mit dem begehrten Hamburger Foodservice Preis ausgezeichnet. Durch den Talk führte Boris Tomic, Chefredakteur des Fachmagazins foodservice.

Zunächst erklärte Weber kurz die Geschichte seines Unternehmens. Von der Idee eines Brezelmobils am Frankfurter Flughafen vor zwölf Jahren wuchs casualfood zum wichtigen Player in der Verkehrsgastronomie mit 51,5 Millionen Euro Jahresumsatz 2017 (bei einem Durchschnittsbon von fünf Euro) und 700 Mitarbeitern. Dabei spielt casualfood momentan elf verschiedene Konzepte wie Quicker's an Flughäfen und Bahnhöfen, weitere Expansion sei in Planung. Auf Nachfrage erklärte Weber, es gebe jedoch keine Pläne, die Verkehrsgastronomie zu verlassen.

So entsteht eine casualfood-Marke

Weber gab zudem interessante Einblicke in die Entwicklung eines solchen Konzepts am Beispiel der Eigenmarke "Hermann's", die sich an typisch deutschen Fleisch- und Wurstwaren und Metzgereioptik orientiert. An erster Stelle stehe immer die Fläche und die damit verbundene Zielgruppe. Die empirischen Daten dafür besorgt Weber sich bei den Vermietern, also den Bahnhöfen oder Flughäfen. Daraus generiert Weber ein Konzept rund um das für diesen Standort passende Warenangebot und das entsprechende Branding und Storytelling. Die Infrastruktur wie Kassensysteme und Warenwirtschaft ist dabei für alle Konzepte einheitlich. So ist schnelle Expansion möglich.

Rückschlag BER

Nach Herausforderungen gefragt, gab Weber seine Erfahrungen am immer noch nicht eröffneten neuen Berliner Flughafen BER an. 2011 hatte casualfood bereits 1000 Quadratmeter Fläche angemietet sowie 100 Mitarbeiter eingestellt. Dann wurde die erste Verzögerung bekannt. Es gelang allerdings, die Mitarbeiter an die casualfood-Standorte Tegel und Schönefeld zu verteilen und so Entlassungen zu vermeiden. Dennoch will casualfood am Berliner Flughafen präsent sein.

Ausblick in die Zukunft

Beendet dagegen werde nun der Ausflug von casualfood an Autobahnraststätten. Hier hätten zwei Pilot-Standorte nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Außerdem gab Weber einen Ausblick auf ein kommendes Konzept: Man werde bald Speisen mit einem orientalischen Einschlag anbieten.

Im Talkformat "High Noon" wird am 11. März um 12 Uhr als nächster Gast Jürgen Thamm, Regional Director der Compass Group, gv-praxis-Chefredakteur Burkhart Schmid Rede und Antwort stehen.



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