Too Good To Go | Yougov-Studie

Alle gegen Foodwaste – fast

90 Prozent der Menschen, die künftig besser auf Nachhaltigkeit achten möchten, sehen einen Hauptfaktor im Vermeiden von Foodwaste, so eine Umfrage zu guten Neujahrsvorsätzen aus dem November 2021.
IMAGO / Ritzau Scanpix
90 Prozent der Menschen, die künftig besser auf Nachhaltigkeit achten möchten, sehen einen Hauptfaktor im Vermeiden von Foodwaste, so eine Umfrage zu guten Neujahrsvorsätzen aus dem November 2021.

Alle wollen Foodwaste vermeiden. Zumindest 90 Prozent derer, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Die Lebensmittelretter von Too Good To Go und das Marktforschungsinstitut Yougov haben im November nach den guten Vorsätzen für das neue Jahr gefragt. Wie nachhaltig wollt ihr wirklich!?

Haben die Deutschen tatsächlich gute Vorsätze für das neue Jahr? Und wenn ja, welche sind das? Mit knapp 60 Prozent trifft mehr als die Hälfte der 2.051 Teilnehmer einer Online-Befragung Neujahrsvorsätze, viele davon mit Bezug zu einer nachhaltigeren Lebensweise. Vor allem Foodwaste Reduzieren sei in den Fokus gerückt, so die Ergebnisse der Studie von Yougov und Too Good To Go. Die Klassiker bleiben jedoch: Fitness und mehr Zeit fürs Wesentliche.

Mit "gesündere Ernährung" oder "Abnehmen" (je 29 %) sowie "mehr Sport treiben" (26 %) führen klassische Neujahrsambitionen die Liste an. An zweiter Stelle folgt der Vorsatz, sich mehr Zeit für sich selbst (21 %) sowie für Familie und Freunde (18 %) zu nehmen.

Jugend-Thema "nachhaltig"

Grundsätzlich sagen 14 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie ihr Leben 2022 nachhaltiger gestalten wollen bzw. ihren Konsum reduzieren wollen. Prozentual am häufigsten wurde dies in der Zielgruppe der 18- bis 24-Jährigen angegeben (25 %). Die meisten der Befragten in dieser Altersgruppe gaben zudem an, sich das in diesem Jahr zum ersten Mal vorzunehmen.

70 Prozent aller Befragten, die künftig nachhaltiger leben möchten, hatten sich das schon für 2021 vorgenommen. 27 Prozent davon bewerten diesen Vorsatz für sich im Folgejahr sogar als noch wichtiger. Innerhalb der ältesten Altersgruppe (55+) gaben wiederum prozentual die meisten Befragten an, dass für sie nachhaltige Neujahrsvorsätze bereits in der Vergangenheit von Bedeutung waren.

Wenig Lebensmittel vergeuden

Nach Einschätzung der Befragten ist es im privaten Bereich vor allem ausschlaggebend, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren. Ganze 90 Prozent sehen dies als wichtig an, noch vor Mülltrennen (87 %), Plastikmüll Vermeiden (86 %) oder regionale Lebensmittel Kaufen (81 %).

Foodwaste gilt als einer der Haupttreiber des Klimawandels. Laut der WWF-Studie "Driven To Waste" sind zehn Prozent der globalen Treibhausgasemission auf Lebensmittelverschwendung zurückzuführen. Dies ist eine Motivation für die Betreiber der App Too Good To Go (TGTG), der Lebensmittelverschwendung mit einer smarten Lösung den Kampf anzusagen.

Umfrage Neujahrsvorsätze 2022
An der Online-Umfrage des Markforschungsinstituts Yougov Deutschland GmbH nahmen 2.051 Personen zwischen dem 22. und 24. November 2021 teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Interessierte erhalten die detaillierten Ergebnisse der Studie auf Anfrage an: toogoodtogo@haebmau.de.
Je mehr der produzierten Lebensmittel tatsächlich konsumiert werden, desto weniger Ressourcen werden verschwendet. So lautet das Prinzip hinter der Idee, die Restbestände des Tages in LEH und Gastronomie per App organisiert kurz vor Schluss vergünstigt als Überraschungspaket anzubieten. Pro geretteter "Magic Bag" ließen sich im Schnitt 2,5 Kilo CO2 einsparen, argumentiert TGTG. So bewahre man die Umwelt mit lediglich einer Überraschungstüte pro Woche vor circa 130 Kilo Treibhausgasemissionen jährlich. Dies entspreche sechs Mal der ICE-Strecke München-Berlin oder 3.700 gefahrenen ICE-Kilometern.

Remix, E-Book gegen Foodwaste

Wie man übrig Gebliebenes zu leckeren Gerichten verarbeitet, zeigt das Remix-Buch von Too Good To Go.
Too Good To Go
Wie man übrig Gebliebenes zu leckeren Gerichten verarbeitet, zeigt das Remix-Buch von Too Good To Go.
Damit man im Privaten bereits alle Lebensmitteleinkäufe in schmackhafte Gerichte verwandeln kann, bietet TGTG Inspiration im Too Good To Go-Blog, unter #toogoodtogo auf Instagram sowie in seinem Remix E-Book. Das Kochbuch bietet gezielt Rezepte, um übriggebliebene Lebensmittel in neue Kreationen einzubauen und sie so zu verwerten. Über alle Jahreszeiten hinweg biete es Input für "Reste-Feste" mit wenig Aufwand und gutem Gewissen. Zusätzlich zu den Rezepten enthält das E-Book Tipps zum langlebigen Umgang mit Lebensmitteln.
Über Too Good To Go

Too Good To Go (TGTG) ist die weltweit größte App gegen Lebensmittelverschwendung. Das Ziel: Jedes produzierte Lebensmittel soll konsumiert werden. TGTG ermöglicht es Partnerbetrieben wie Bäckereien, Restaurants, Cafés, Hotels und Supermärkten, ihr überproduziertes Essen zu einem vergünstigten Preis SelbstabholerInnen anzubieten. 

In Deutschland haben sich bereits 10.500 Betriebe dem Konzept angeschlossen, darunter Filialen von Nordsee, real, Accor Hotels und dean&david, Apetito, Wisag Catering und L&D. Seit 2016 wurden hierzulande über 11 Millionen Mahlzeiten gerettet, weltweit deutlich über 50 Millionen. Die App wurde 2016 in Dänemark gegründet und seit September 2019 zig Millionen Mal heruntergeladen. Verfügbar ist die App aktuell in 15 europäischen Ländern sowie in den USA und Kanada. 2019 wurde die App mit dem BMEL-Bundespreis Zu gut für die Tonne! ausgezeichnet. 2021 belegte die App im Innovationsranking des Handelsblatt den ersten Platz als innovativste Marke.
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