Was ändert sich 2018 für Gastronomen steuerlich?

Höhere Sofortabschreibung spart Steuern

Steuerberater Tim Blaase leitet den ETL ADHOGA Standort in Bremen. Er unterstützt mit seiner Niederlassung professionelle Gastronomen und Hoteliers in seiner Region und gibt an dieser Stelle regelmäßig Steuertipps.
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Steuerberater Tim Blaase leitet den ETL ADHOGA Standort in Bremen. Er unterstützt mit seiner Niederlassung professionelle Gastronomen und Hoteliers in seiner Region und gibt an dieser Stelle regelmäßig Steuertipps.

Der Schwellenwert für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) wurde für ab dem 1. Januar 2018 angeschaffte bzw. hergestellte Wirtschaftsgüter von 410 Euro auf 800 Euro angehoben. GWG müssen nicht über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

Vielmehr sind sie sofort und in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehbar. Durch den höheren Schwellenwert können somit mehr Aufwendungen gewinnmindernd berücksichtigt werden.
Tipp
Wurde in 2017 oder einem der beiden vorangegangenen Wirtschaftsjahre eine steuerfreie Rücklage in Höhe von 40 % der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsgutes, der sogenannte Investitionsabzugsbetrag (IAB), gebildet, kann in 2018 sogar ein Wirtschaftsgut mit Anschaffungskosten bis 1.333 Euro (netto) sofort abgeschrieben werden.
Alternativ gibt es für GWG weiterhin die Sammelpostenabschreibung. Hierbei werden bei Anschaffung ab dem 1. Januar 2018 Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 Euro bis zu 1.000 Euro in einen Sammelposten eingestellt und pauschal über fünf Jahre mit je 20 % der Anschaffungskosten abgesetzt.

Unternehmer können jahresweise wählen, ob sie für Zugänge des jeweiligen Jahres einheitlich die Sofortabschreibung oder den Sammelposten anwenden möchten.



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