Wissenschaft

Strategien für nachhaltige Angebote

Die Beteiligten des Projekts „Gerechte und nachhaltige Außer-Haus-Angebote gestalten“ (GeNAH) waren froh, sich endlich persönlich austauschen zu können.
(Foto: FH Münster/Stefanie Gosejohann)
Die Beteiligten des Projekts „Gerechte und nachhaltige Außer-Haus-Angebote gestalten“ (GeNAH) waren froh, sich endlich persönlich austauschen zu können.

Das klare Ziel lautet, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte bei Produktion, Verarbeitung und Konsum von Speisen zu berücksichtigen. Fachlich und finanziell gefördert wird das Projekt „Außer-Haus-Angebote – nachhaltig und gerecht gestalten“ von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)  (GeNAH) und vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) der FH Münster.

Folgende Trägerorganisationen mit zahlreichen Einrichtungen, die Außer-Haus-Verpflegung anbieten, sind am Projekt beteiligt: das Bistum Münster, die LWL-Kliniken und die himmlischen Herbergen als Verbund evangelischer Tagungs- und Bildungshäuser. „Da wir nicht jede einzelne Großküche in den Blick nehmen können, möchten wir nachhaltige Verpflegungsangebote über die Strukturen dieser großen Träger ausrollen und so dauerhaft etablieren“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. Petra Teitscheid.


Verena Exner, Leiterin des DBU-Referats Umweltkommunikation in der mittelständischen Wirtschaft, ergänzt: „Die DBU möchte daher mit dem Vorhaben nicht nur einzelne Modellkantinen, sondern insbesondere auch die beteiligten Trägerorganisationen in die Lage versetzen, nachhaltige Verpflegungsangebote strukturell zu verankern und flächendeckend umzusetzen. Daher ist es besonders zu begrüßen, dass multiplizierbare Konzepte quasi als ‚Blaupausen‘ zur Nachahmung entwickelt und erprobt werden.“ Schon knapp ein Jahr läuft das Projekt – aufgrund der Corona-Pandemie bisher allerdings komplett digital. Nun trafen sich die Beteiligten erstmals persönlich am iSuN in Münster.

Persönliche Treffen und Vernetzung wichtig

Nach einem Auftakt im Plenum, inklusive einer Kaffeeverkostung mit Prof. Dr. Guido Ritter, erarbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen konkrete inhaltliche Fragestellungen, unter anderem zu Schulungsangeboten für Beschäftigte wie etwa die Küchenmannschaften, aber auch andere, die mit der Bestellung und Verteilung der Mahlzeiten in Kliniken, Schulen, Kitas oder Tagungshäusern befasst sind.

„Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig persönliche Treffen und Vernetzungsmaßnahmen innerhalb der Organisationen und zwischen den Praxispartnern sind“, erklärt Dr. Therese Kirsch, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt. „Denn nur so lassen sich gemeinsame Anknüpfungspunkte erkennen, Erfahrungen einfacher austauschen und neue Netzwerke motivieren.“

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