USA

Diskussion um Standort der NRA-Messe

Nordamerikas größte Hospitality-Messe (Restaurant, Hotel-Motel Show), seit 1950 am Standort Chicago, kritisiert die hohen Kosten dort. Man evaluiert jetzt mittel-/langfristig alternative Lösungen, als neue Möglichkeiten werden Las Vegas und Orlando in Florida diskutiert, so die jüngste Meldung in Nation's Restaurant News. Mary Pat Heftman bei der Nation Restaurant Association, dem Veranstalter der Messe, für diesen Bereich verantwortlich, nennt als Gründe insbesondere frustrierte Aussteller. Dabei geht's insbesondere um Personalkosten auf dem Messegelände. Folgende Daten werden genannt: Durchschnittspreis pro Arbeitsstunde in Chicago 2004: 79,01 $. In Las Vegas 68,25 und in Orlando 55,14. Doch das sei nicht das Hauptproblem. Gewichtiger die Situation, dass die Gewerkschaften in Chicago sehr strenge Maßstäbe anlegen, was eines ihrer Mitglieder tun darf und was nicht. Da heißt es dann beispielsweise: Ein Job, der in Chicago eine Drei-Mann-Crew erfordert, dürfte in Las Vegas durch eine Person erledigt werden. Auch über die Zimmerpreise in der City wird kritisch gesprochen. Sie lagen im letzten Dezember bei durchschnittlich 102,57 $, in Orlando waren es im Schnitt 87,78 $ und in Las Vegas 89,78 $. Wohlgemerkt, zu Messezeiten sieht's dann nochmals anders aus. Wie es heißt, kämpft die Stadt Chicago mit aller Macht, die NRA-Show behalten zu können. Warum? Sie ist ein großer Wirtschaftsfaktor und ein starkes Stück Tradition. Im letzten Jahr kamen 72.000 Besucher zu diesem Anlass in die sogenannte 'Windy City'. Man hat ausgerechnet, dass sie 110 Mio. $ ausgegeben haben. Die 86-jährige Messe wäre aus Kannibalisierungsgründen in Orlando nur bedingt willkommen, in Las Vegas aber sehr wohl. Am Rande: Nur diese beiden Städte verfügen über Convention Centers einer entsprechenden Größenordnung. www.restaurant.org


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