Großbritannien

Außer-Haus-Akteure schließen Abkommen zur Müllvermeidung

Mehr als 60 Gastro-Unternehmen in Großbritannien haben sich in einem freiwilligen Abkommen darauf geeinigt, die anfallenden Lebensmittel-Abfälle um fünf Prozent zu reduzieren. Die von der britischen Regierung ins Leben gerufene Initiative Waste & Resources Action Programme (WRAP) haben unter anderen die Compass Group und Sodexo sowie McDonald's und Domino's Pizza unterschrieben.

Wenn den erklärten Absichten Taten folgen, werden mit dieser Initiative etwa 230.000 Tonnen CO2-Emmissionen verhindert. Richard Swannell, Director of Desing & Waste Prevention des WRAP, weist darauf hin, dass die beteiligten Unternehmen mit der Verringerung der Lebensmittel-Abfälle auch ihre Kosten um mehr als  870 Mio Euro reduzieren können. "Der Schlüssel zum Erfolg ist es, nicht nur die Vorteile für die Umwelt hervorzuheben, sondern auch die Vorteile für die Kostenrechnung der Unterzeichner", wird er vom Branchen-Nachrichten-dienst Caterersearch.Com zitiert.

Die British Hospitality Association (BHA) begrüßt die Initiative, äußert allerdings Bedenken über das komplizierte Reporting-Verfahren, das damit verbunden sei. "Wenn ein Unternehmen jährlich Lebensmittel im Wert von etwa 10 Mio. Pfund wegwirft, dann ist die Vermeidung von Müll auf jeden Fall eine gute Idee", sagt Martin Couchman, Deputy Chief Executive der BHA. 

Sachin Sharma, Umweltverantwortlicher der Compass Group in Großbritannien, verweist auf die eigene Initiative "Trim Trax back in 2009": "Wir profitieren jetzt schon von den Abfall-Messungen im Umfeld der Küche." Young's Brewery, ebenfalls einer der Unterzeichner des Abkommens, recycelt bereits 92 Prozent Glas und 75 Prozent der anfallenden Kartonagen. "Lebensmittel-Abfälle zu managen, sollte kein Problem sein", kündigt Commercial Manager Bill Epsley an. 
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