USA

‘Avocado is the ingredient of the year’

Die amerikanischen Foodtrend-Expertin Nancy Kruse nennt die Avocado als Zutat, als Produkt des Jahres, bei der kürzlich stattgefundenen Mufso-Konferenz. Viele Produkt-Innovationen der jüngsten Vergangenheit (z.B. Grilled Chicken Cool Wrap von Chick-fil-A’s/Avocado Pop-Sorbetto von Popbar) enthielten Avocado. Dafür gäbe es diverse Erklärungen, so die hochanerkannte Trendforscherin.

Die Zutat lässt sich gut mit anderen Zutaten kombinieren –Geschmack und cremige Textur.

Außerdem signalisiert bzw. suggeriert die Farbe Grün Frische. Der Verbraucher fühlt sich gut, wenn er Avocado isst.

Der Reichtum an Vitaminen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren lässt Avocado in der Produktkategorie ‘food with benefits‘ ein Star sein. Damit werden viele Konsumenten beglückt, die auf der Suche nach ‘food that’s better for you‘ sind.

Kruse spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Wechsel – weg von dem ‘Subtraction Model‘, also dem Weniger-Modell der Vergangenheit (weniger Salz, weniger Fett, weniger Zucker) hin zu einem ‘Addition-Model‘. Will heißen, mehr Früchte, mehr Gemüse und Vollkorngetreide.

Man hat sich also ein neues Denkmodell gemacht, das irgendwie sympathischer erscheint für die Psyche der Menschen: mehr von wünschenswerten Zutaten statt weniger von sogenannten Übeltätern.

Sie spricht auch davon, dass Eiweiß von allen drei energiegebenden Nährstoffen – Kohlehydrate, Fett und Eiweiß – der einzige Energieträger sei, der bislang von Wissenschaftlern nicht an den Pranger gestellt wurde. Unter anderem sei Eiweiß in solch Superfood-Produkten wie griechischem Joghurt oder Quinoa enthalten.

Taco Bell beispielsweise testet aktuell ein Angebot mit 20 oder sogar mehr Gramm Protein bei weniger als 450 Kalorien. Es richtet sich speziell an junge Männer. Außerdem werde aktuell im Angebot der Quickservice-Gastronomie Vollkornbrot eingeführt – statt Ciabatta oder Focaccia. Das sei lobenswert.

Drei Zutaten, die ausgesprochen cool seien:
  • Sriracha Sauce – ein Geschmack (scharfe Chili-Sauce), der aktuell in so mancher Rezeptur der Kettengastronomie die Runde macht.
  • Pretzel – interpretiert als süßes oder salziges Dessert, zum Beispiel Dairy Queen’s Chocolate Covered Pretzel Blizzard.
  • Bier – nicht nur als klassisches Getränk, sondern auch eingearbeitet in Rezepturen. Ein Beispiel: Red Robbin’s Oktoberfest Beer Shake.
Craft Beer stehe bereits für 15 % aller Bierverkäufe in der Gastronomie, das ergänzte ein anderer Redner der Konferenz.

www.nrn.com


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