Schulverpflegung

Britische Regierung holt Rat bei Systemgastronomen

Die Gründer der britischen Fast-Casual-Kette Leon wurden von der britischen Regierung damit beauftragt, einen Aktionsplan zur landesweiten Verbesserung der Schulverpflegung zu entwickeln.

Henry Dimbleby und John Vincent werden nun die Schulen im Land identifizieren, die hier bereits Vorbildliches leisten und den Ursachen dafür auf den Grund gehen. Auf dieser Basis sollen landesweit gültige Standards entwickelt werden um die Ernährung der britischen Schüler flächendeckend zu verbessern. 

In den vergangenen zehn Jahren habe die Arbeit des School Food Trust sowie von Wohlfahrtsorganisationen wie auch der Stiftung von Jamie Oliver bereits zu deutlichen Verbesserungen in zahlreichen Schulen geführt, unterstreicht Erziehungsminister Michael Gove. Eine aktuelle Untersuchung des School Food Trust legt indessen den Finger in die Wunde: Nur in 22,5 Prozent der Schulen gibt es täglich mindestens eine Portion Obst und Gemüse. In jeder zweiten Secondary-Schule stehen an den meisten Tagen Pizza oder stärkehaltige frittiterte Snacks auf dem Menüplan. Ein Drittel der Schüler erhält keine gesundheitlich ausgewogenes Mittagsangebot. Gove:  "Es gibt noch viel zu tun, um einzelne, lokale Erfolgsgeschichten auf breiter Basis zu multiplizieren."

Hier verspricht sich die britische Regierung Schützenhilfe von den erfahrenen Systemgastronomen Dimbleby und Vincent. Mit ihrer 2004 gegründeten Restaurantkette verfolgen sie das Konzept "Fast Food in Heaven" mit einem gesunden Fast-Casual-Angebot. Dafür haben sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, wie zum Beispiel den Gold Palm Award für die innovativste Neueröffnung in Europa und die "Healthy Eating Restaurant"-Kette. Für ihre neue Aufgabe in der Schulverpflegung dürfte sie unter anderem die Auszeichnung "Best Practice Kinderessen im Restaurant" empfohlen haben. 

www.leonrestaurants.co.uk
stats