Zweite Studie

Convenience in Europa

Wie, wann, wo und was essen und trinken deutsche, österreichische und schweizer Verbraucher, wenn sie unterwegs sind? Um diese und weitere Fragen dreht sich die Studie 'Convenience in Europa', erhoben vom Stiftungslehrstuhl für Convenience & Marketing an der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkelim Jahr 2009. „Ziel der zweiten Untersuchung war es, auf Basis der Vorjahresergebnisse noch mehr ins Detail zu forschen", erklärt die Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Sabine Möller.

Bereits die erste Studie aus dem Jahr 2008 lieferte umfangreiche Informationen über den Convenience-Konsumenten und seine Motive. Beispielsweise darüber, ob der typische Unterwegsversorger männlich oder weiblich, jung oder alt ist und ob er auf dem Land oder in der Stadt wohnt. „2009 wollten wir genauer wissen, bei welchen Gelegenheiten sich der Konsument unterwegs versorgt und welche Produkte er wann und wo kauft", so Prof. Dr. Möller.

Befragt wurden insgesamt 2.200 Konsumenten, 1.000 aus Deutschland sowie je 600 aus Österreich und der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass es vielfältige Anlässe für die Unterwegsversorgung gibt.

Auf die Frage 'Wann versorgen Verbraucher sich am liebsten unterwegs?' ließen die Antworten eine Klassifizierung fünf verschiedener Konsumtypen zu, die im Tagesverlauf jeweils in unterschiedlichen Situationen Essen und Getränke 'on-the-go' genießen.

  • Arbeitstage: Für den 'FrühSchmecker' dominiert das Frühstück als wichtigste Zeit zum Essen und Trinken den Mahlzeitenrhythmus, der 'SiestEsser' bevorzugt die Mittagszeit, der 'SpätSchlemmer' dagegen den Abend.

  • Freizeit: Hier verschwimmen häufig die Grenzen zwischen den Mahlzeiten, doch es gibt auch feine Unterschiede: 'ZwEckermäuler' wollen schnell und unkompliziert satt werden, 'Tourmets' legen beim Unterwegsverzehr Wert auf ein geselliges und genussvolles Umfeld.

  • Länderunterschiede: Die Gewichtung der einzelnen Mahlzeiten deckt ländertypische Eigenarten auf. Deutsche und Österreicher zeigen relativ ähnliche Präferenzen - hier findet man am häufigsten SiestEsser und SpätSchlemmer. In der Schweiz führt der SiestEsser mit weitem Abstand vor dem Spätschlemmer. FrühSchmecker sind in Deutschland und in Österreich seltener, in der Schweiz geben nur 14 % der Befragten an, dass das Frühstück für sie die wichtigste Mahlzeit ist.

„Unsere Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen der wichtigsten Mahlzeit und dem Ort, wo diese eingenommen wird", so Prof. Dr. Möller. „Beispielsweise nehmen Menschen, denen das Frühstück besonders wichtig ist, diese Mahlzeit überwiegend zu Hause ein. Für die weniger bedeutenden Mahlzeiten nutzen sie dann eher die Möglichkeit der Unterwegsversorgung."

Was kaufen die Konsumenten unterwegs am liebsten? In punkto Essen gilt in Deutschland morgens das belegte Brötchen als unschlagbarer Klassiker, zum dem 75 % der Bundesbürger unterwegs greifen. Die Schweizer bevorzugen Obst, wohingegen die Österreicher schon früh am Tag ihre Vorliebe für süße Snacks dokumentieren. Während für über die Hälfte der befragten Deutschen morgens das Heißgetränk unersetzlich ist, präferieren die Schweizer zum Tagesbeginn Energy-Drinks.

Mittags kann bei knapp 56 % der Befragten länderübergreifend das belegte Brötchen punkten. Auf der Getränkeseite rangiert das gekühlte Erfrischungsgetränk bei rund 55 % der Studienteilnehmer auf Platz 1. Insgesamt 53 % der Befragten nutzen um die Mittagszeit die Möglichkeit der Unterwegsversorgung.

Eine wichtige Zeit für die Unterwegsversorgung ist auch der Abend: 47 % der Konsumenten geben an, mindestens einmal wöchentlich auf dem abendlichen Nachhauseweg Essen oder Getränke für den Sofortverzehr zu kaufen. Die beliebtesten Abend-Produkte ähneln denen zur Mittagszeit.

Der von Lekkerland gestiftete Lehrstuhl an der European Business School (EBS) ist der weltweit erste Lehrstuhl für Convenience. Inhaberin ist die Marketingexpertin Prof. Dr. Sabine Möller, die auch das Competence Center for Convenience leitet, das als Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis dient und Herausgeber der Studie ist.

Lekkerland beliefert in elf europäischen Ländern 134.000 Tankstellenshops, Convenience-Stores, Fast-Food-Ketten, Bäckereien, Kantinen etc. mit einem Vollsortiment aus Süßwaren, Getränken, Snacks, Convenience-Sortimenten usw. Das Unternehmen erzielte 2008 einen Umsatz von 11,6 Mrd. €.

www.lekkerland.de

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