Welt-Tourismus

Europa steht für über 50 %

Der Zwischenbericht der Welt-Tourismus-Organisation UNWTO lautet: Der grenzüberschreitende Tourismus entwickelt sich 2011 insgesamt ausgezeichnet. Will heißen: nachhaltige Erholung der internationalen Reisetätigkeiten.

Die Entwicklungen in Nordafrika und im Nahen Osten sowie die schweren Folgen von Erdbeben und Tsunami in Japan wirken sich zwar stark auf die betroffenen Gebiete aus, so heißt es. Auf den Tourismus insgesamt hätten diese regional schwerwiegenden Ereignisse jedoch wenig Einfluss, so die UNWTO.

Tourismuseinnahmen 2010:
  • Europa: 477 Mrd. $ (= 51 %)
  • Asien/Ozeanien: 204 Mrd. $ (= 22 %)
  • Amerika: 150 Mrd. $ (= 16 %)
  • Mittlerer Osten: 60 Mrd. $ (= 6 %)
  • Afrika: 49 Mrd. $ (= 5 %)
Quelle: UNWTO

Zu den Gewinnern des laufenden Jahres gehört Europa. Der Kontinent stellt nach wie vor rund die Hälfte der weltweiten Ankünfte und Einnahmen, hat aber in den letzten Jahren stetig Marktanteile verloren. Von der Reisefreudigkeit der Chinesen und Inder profitieren auch Asien und Ozeanien. Und die für Europa so wichtigen Japaner und US-Amerikaner sind auf einem langsam, aber stetig absteigenden Kurs.

Obwohl der Dollar schwach ist wie nie, profitiert der nordamerikanische Tourismus davon kaum. Abzuwarten bleibt, ob die grenzüberschreitenden Tourismuseinnahmen 2011 die Grenze von 1 Billion Dollar sprengen. Entscheidend dafür sind die Sommermonate.

www.unwto.org
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