Starbucks

Howard Schultz mit ersten Turnaround-Maßnahmen

Seit rund drei Wochen ist die Legende Howard Schultz wieder in CEO-Position bei Starbucks. Ein abrupter Führungswechsel nach einem Jahr mit schwacher Umsatzentwicklung im US-Markt und starken Kursverlusten an der Börse.



Erste zukunftsweisende Informationen in einem sogenannten Earnings Call mit Investoren/Wallstreet-Analysten. Praktisch durchweg Änderungen fürs US-Geschäft:



  • Starbucks wird sein Expansionstempo zwischen New York City und San Francisco deutlich drosseln. Statt ursprünglich geplanten 1.600 zusätzlichen Units sollen im laufenden Geschäftsjahr nur 1.175 neue Läden dazukommen. Gleichzeitig wird das Expansionstempo im Ausland erhöht, und zwar von geplanten 900 auf 975 neue Stores. Weltweit zählt Starbucks aktuell rund 15.700 Coffeehouses.
  • Im US-Markt werden 100 umsatzschwache Units geschlossen.
  • Ab sofort wird das Unternehmen keine Same-Store-Sales mehr veröffentlichen. Zwar handelt es sich dabei um die wichtigste Analysten-Kennziffer zur Beurteilung des Geschäfts. Doch will sich Schultz zugunsten langfristiger Maßnahmen nicht durch kurzfristige Hektik pro Sofort-Mehrerlöse unter Druck setzen lassen.
  • Starbucks zieht sein Breakfast Sandwich-Programm zurück. Der Käse- und Eier-Geruch der heißen Produkte habe den Kaffeeduft gestört. Auch suche man nach gesünderen Alternativen, um später dann eventuell mit einem neuen speziellen Frühstücksprogramm erneut anzutreten.
  • In einigen wenigen Filialen wird der Verkauf von Filterkaffee für 1 $ pro Tasse getestet. Diese Maßnahme macht Schlagzeilen, hat sich doch Starbucks bislang als lupenreiner Premiumanbieter verstanden, der nie mit Billigpreisen an den Markt ging.
Insgesamt meldete Starbucks für die Monate Oktober bis Dezember 2007 (1. Quartal im Fiskaljahr 2008) ein Umsatzwachstum von 17 % auf 2,8 Mrd. $. Das Nettoeinkommen stieg um 1,5 % auf 208Mio. $ bzw. 28 Cent pro Aktie (Vorjahr: 205 Mio. $ und 26 Cent). Die Same Store Sales kletterten um 1 %.



www.starbucks.com

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