Singapur

Inspiration für Kaffee- und Snack-Segment

Wer demnächst eine Reise nach Singapur plant, kann sich im Vorfeld von der GA-Trendagentur inspirieren lassen. Im Folgenden Namen, Infos, Bilder und Internetadressen zu wichtigen Playern im Marktsegment Kaffee und Snacks. Viel Freude beim fachlichen Inspizieren!
Mit mehr als 90 Filialen ist die amerikanische Coffee-Bar-Kette Starbucks unzweifelhaft der Marktführer. Gerade in der Finanzmetropole Singapur tummeln sich die Kernzielgruppen aus dem Business-Segment. Aber auch viele Touristen, die häufig für ein paar Tage die asiatische Metropole als Zwischenstopp besuchen, experimentieren nicht lange und suchen bekannte Marken. www.starbucks.com.sg

Auf Platz 2 der Kaffeebar-Marken in Singapur rangiert die nun auch in Deutschland aktive Kette The Coffee Bean & Tea Leaf. Mit rund 50 Stores in Singapur und etwa 900 Stores in 23 Ländern werden neben den Klassikern zahlreiche Variationen von ‘Iced- & Frozen Coffees‘ angeboten. www.coffeebean.com.sg/coffeebean

‘Mocha‘ ist ein Topseller der kühlen Erfrischungen und besteht aus einer Mischung von Schoko- und Kaffee-Extrakt. Bei anderen Anbietern sind es Phantasiebezeichnungen wie ‘Spins‘ am Beispiel von Spinelli, der Nummer 3 im Kaffeebarmarkt Singapurs. www.spinellicoffee.com

Dass Frozen Coffee eine willkommene Abwechslung, besonders bei amerikanischen, australischen und europäischen Kunden, zeigt sich auch im Tee-Segment. ‘Green Tea‘ oder ‘Green-Chai-Tea‘ sind nur zwei Beispiele der zumeist süßen und aus Pulverextrakt bestehenden Trendgetränke in kalter oder heißer Variante.

Während sich Dr. Café Coffee in Saudi Arabien mit ca. 100 Stores behauptet, ist die Kette mit ca. 7 Stores in Singapur vergleichsweise schwach vertreten. Die Outlets befinden sich überwiegend in den beliebten Einkaufsmalls. Die Farben Gold und Grün dominieren bereits von weitem. www.dr-cafe.com

Dimbulah Fine Australian Coffee ist führend mit seinem Cappuccino. Latte Art bildet hier, wie bei vielen anderen Playern den Mindeststandard an optischer Veredelung.

McCafé bietet mit rund 40 Stores eine weitere Kaffeebar-Alternative und präsentiert ansprechend eine große Auswahl an Kuchen & Co.

Während sich die Coffeebars eher durch die Zielgruppe ‘Business‘ behaupten, so konsumieren die meisten Singapurer in klassischen, traditionellen Coffee-Shops. ‘Kopi‘ ist der Begriff für den gängigsten aller Kaffees. Ob in der häufigsten Form mit gesüßter Kondensmilch (Kopi genannt) oder als ‘Kopi C‘ mit normaler, ungesüßter Milch und Zucker. Weitere Varianten sind ‘Kopi O‘ lediglich mit Zucker oder die Variante ‘Kopi-Kosong‘ welche schwarzer Kaffee ohne Zutat bedeutet.

Was die Baristas mit ihrer schnellen Zubereitung und den kunstvollen Latte-Art-Kreationen auszeichnet, so ist es die flinke, gekonnte Zubereitung des ‘aufgebrühten‘ Kaffees der Meister in den traditionellen Kaffeebars Singapurs:

Gemahlener Kaffee wird in einen gießkannengroßen Metallbehälter gegeben, mit einem rund 50 cm langen Ausgussrüssel. Heißes Wasser wird durch kräftiges Rühren dem Kaffeepulver hinzugegeben und wiederum in einen anderen Metallbehälter gegossen. Schließlich wird die heiße, verrührte Kaffeesatzbrühe gekonnt aus einer Entfernung von knapp einem Meter in die nun mit einem Sockenfilter ausgestattete Gießkanne zurückgefüllt. Die Zubereitung sorgt für ein bestimmtes Aroma.

Während die Preise für die ‘neuzeitlichen‘ Cappuccinos, Lattes & Co“ ab 5,30 Singapur Dollar SGD (ca. 3,20€) beginnen, sind die Kopi-Varianten bereits für 1,50 SGD (ca. 0,90 €) zu haben.

5-$-Menüs

„5 SGD pro Mahlzeit ist ein durchschnittlicher Wert, den die meisten Singapurer ausgeben“, so die Feststellung von Ebenezer Heng. Der Experte in Sachen Coffee & Co. ist seit Jahren in dem Inselstaat unterwegs.

Marktführer im Außer-Haus-Verzehr sind z.B. die Kaffeebar-Ketten Wang (www.wangcafe.com) oder Killiney Kopitiam (www.killiney-kopitiam.com).

Das ‘traditionelle‘ Angebot richtet sich neben Kopi besonders auf das Traditions-Frühstück aus. Halbroh gekochte Eier, die mit Soja-Sauce Würze bekommen, warme Kaya-Toasts, die mit üppiger Butter und einer Kokosnuss-Marmelade bestrichen werden, bilden die meistverkauften Frühstücks-Varianten.

Traditionelle Nudelgerichte, die sowohl zum Frühstück als auch zum Mittag gegessen werden, runden das Angebot ab. Diese Idee hat sich der SB-Bäcker Bread Talk (www.breadtalk.com.sg) zunutze gemacht und die nächste Filialkette namens Toast Box (www.toastbox.com.sg) gegründet. Der Unterschied zum Anbieter Wang ist im Wesentlichen ein historisch wirkender Ladenbau mit viel Holz, der an eine Wohnküche erinnert. Ferner ist die Produktpalette größer, wobei sich die Kunden zumeist auch dem traditionellen Verzehr von Kaya-Toast und Nudeln in den Coffee-Shops widmen. Der Kopi-Absatz ist ganztägig, dominiert jedoch zu den Vormittagszeiten. Kuchen oder süße Snacks sind in den traditionellen Kaffeebars nur sporadisch zu finden.

Boom? SB-Bäcker! Brot und Backwaren werden überwiegend in den zahlreichen Bakeries konsumiert.

Immer mehr Spezialisten für süße Gaumenfreuden sind in den zahlreichen Malls zu finden: Chewy Junior steht in auffälliger Schrift über dem Store. In der Theke sind zahlreiche softe, mit einer Art Buttercreme gefüllte Brötchen und unterschiedlichsten Toppings zu finden. www.chewyjunior.com.sg

Während bei uns Cupcakes eher noch im Anfangsstadium stecken, hat in Singapur durch den Anbieter dessert.cup bereits die nächste Innovationswelle begonnen. Durch angepasste Verpackungen, die das Produkt nur noch von oben betrachten lassen, gibt es nun Möglichkeiten durch innovative Toppings verstärkt die Muffin-Verwandten als hochwertiges Dessert aussehen zu lassen. www.mydessertcup.com

Französische Backkunst: Eine für Singapur recht neue Konzeption in Sachen Brot und Kuchen ist dem Franzosen Gontran Cherrier gelungen. Unter dem Namen Tion Bahru Bakery finden sich französische Brot- und Backwaren einer neuen Beliebtheit. Dunkles Brot, Brötchen, Baguettes und feine süße Tartes zieren eine übersichtliche auf Holz präsentierte Vielfalt. www.tiongbahrubakery.com

Elegance im Fokus. Der Trend der französischen Bäckerei hat auch einen anderen Anbieter aufgerufen, in den Wettbewerb zu treten. Elegant wirkende Vitrinen als SB-Variante für die soften Brötchen und Snacks und eine mit viel Holz und Glas wirkende Theke stellen die Sauerteigbrote und unterschiedlichen Minibaguettes in den Fokus des wartenden Kunden. Kronleuchter hängen von der Decke. Bread Society heißt die SB-Bakery-Antwort auf Bread Talk, Yamazaki und andere expandierende Bäcker. www.breadsociety.com.sg

Text: Ludger Schlautmann, GA-Trendagentur, Bad Salzuflen, www.ga-trendagentur.de




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