Bolivien

McDonald's-Komplettrückzug

Der Weltmarktführer hat sich zum Jahresende 2011 offiziell aus dem südamerikanischen Land Bolivien zurückgezogen. Es war der Marke nicht gelungen, in dem Land richtig Fuß zu fassen. Daran änderte auch die Anpassung an örtliche Essgewohnheiten nichts.

Erstmals verlässt das US-Unternehmen – jetzt amtlich – ein Land komplett. Bolivien ist damit, Kuba einmal ausgeklammert, das einzige lateinamerikanische Land ohne ein McDonald's Restaurant, so die News aus südamerikanischen Pressediensten.

Dem Phänomen widmet sich der Dokumentarfilm "Por qué quebró McDonald´s en Bolivia” („Warum McDonald´s in Bolivien pleite ging“). Dieser versucht zu erklären, warum alle Marketingstrategen die harte Nuss nicht knacken konnten, und die Bolivianer ihren Empanadas den Vorzug vor Hamburgern gaben.

Zusammengefasst lässt sich das Ganze mit dem Begriff 'kulturelle Ablehnung' definieren, so der Film. In ihm äußern sich Köche, Soziologen, Ernährungswissenschaftler und Historiker.

www.mcdonalds.com
 

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