Russland

McDonald’s will als Retailer eingestuft werden

Der Hintergrund sind unterschiedliche Steuersätze. In einem vielbeachteten Prozess hat McDonald’s erfolgreich durchgesetzt, beim russischen Finanzamt als Food Retailer eingestuft zu werden, nicht als Restaurant. Die Argumente: Verpacktes Essen sowie Verkaufsstil näher Supermärkten als Servicegastronomie.

Damit bezahlt McDonald’s in Russland künftig weiterhin 10 % statt 18 % Steuern auf das Unternehmensergebnis (Profit). Experten gehen davon aus, dass auch andere Quickservice-Restaurantketten diesem Weg folgen werden.

Die Marke ist seit 1990 in Russland und zählt aktuell 276 Einheiten – eine große Erfolgsgeschichte.

Ein weiterer Punkt ist interessant: Beim Start 1990 erhielt McDonald’s von der Stadt Moskau einen langjährigen Mietvertrag, der an zwei Spitzenstandorten Minimalstmieten garantiert. Das politische System war damals großzügig. Zwischenzeitlich hat man versucht, dies zu ändern, doch ohne Erfolg. McDonald’s gewann auch da vor den russischen Gerichten, und so ist der Miet-Deal nach wie vor gültig.

www.mcdonalds.ru
 

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