McDonald’s

’McPassport’ für Mitarbeiter

McDonald’s hat angekündigt, Mitarbeiter mit einem ’McPassport’ auszustatten: einer Bescheinigung, die es ihnen erleichtern soll, sich für Arbeitsplätze in McDonald’s-Restaurants innerhalb der Europäischen Union zu bewerben. Hintergrund dürfte ein in vielen Branchen verbreitetes Phänomen sein, dass Unternehmen verstärkt nach Mitarbeitern aus osteuropäischen oder asiatischen Ländern suchen, um ihren Arbeitskräftebedarf zu decken.



Von Seiten der Politik wurde ’McPassport’ umgehend kritisiert: Es handele sich dabei nur um den Versuch, preisgünstige Arbeitskräfte aus den östlichen Ländern für McDonald’s Restaurants in Mittel- und Westeuropa verfügbar zu machen, berichtet der Daily Telegraph in London in einem Artikel, der sich in wenigen Tagen um die ganze Welt verbreitete. Der Labour-Politiker Stephen Hughes, Mitglied des Europäischen Parlaments, sagt darin: „Ich bin sehr dafür, die Mobilität von Arbeitskräften innerhalb Europas zu fördern, aber nicht in der Form, dass junge Menschen oder Menschen aus den neuen Mitgliedsstaaten der EU ausgenutzt werden.“



McDonald’s Europe-Sprecherin Louise Marcotte wies die Vorwürfe entschieden zurück: „Es geht uns nicht um schlecht bezahlte Arbeitskräfte aus dem Osten, sondern darum, unseren Mitarbeitern zu ermöglichen, Europa zu bereisen.“ Arbeitskräfte aus Großbritannien könnten mit dem ’McPassport’ in Spanien, Italien oder Frankreich arbeiten und sich so einen längeren Urlaub zu finanzieren. Das Zertifikat zeige, dass sie bereits bei McDonald’s gearbeitet haben und wissen, was dort zu tun ist.



Mehr als 225.000 McDonald’s-Angestellte aus den 25 EU-Mitgliedstaaten kommen für einen ’McPassport’ in Frage. Das Unternehmen beschreibt das Programm als ’beispiellos in Größenordnung und Anspruch’. McDonald’s betreibt mehr als 6.300 Restaurants in 41 Ländermärkten in Europa. Täglich essen mehr als 10 Mio. Europäer beim weltweit größten Gastronomen.

www.mcdonalds.com

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