USA

Panera Bread stoppt Bezahl-Experiment

15 Wochen nachdem die US-Marke Panera Bread ein erstes Gericht auf die Karte genommen hat, bei dem die Kunden den aus ihrer Sicht angemessenen Preis selbst bestimmen durften, fliegt das Truthahn-Chili auch schon wieder aus dem Programm. Ein nächster Versuch ist jedoch bereits in der Pipeline.
 
Nach Aussage der führenden Fast-Casual-Marke in den USA ist die Aktion stark angelaufen, doch nachdem die begleitenden PR-Maßnahmen runtergefahren wurden, brach auch die Nachfrage ein, berichtet der Branchendienst Propel. „Schlecht lief es nicht“, relativiert Panera-Chef Ron Shaich. „Allerdings haben wir damit auch nicht die Wirkung erzielt, die wir uns gewünscht hätten.
„Unsere Gäste können den empfohlenen Preis bezahlen, sie können auch gerne 10 $ geben oder ein 10-Cent-Stück oder gar nichts“, hatte Shaich zum Start der Pilot-Projekts erklärt. Der empfohlene Preis für das ‘turkey chili in a sourdough bread bowl‘ lag bei 5,98 $ inklusive Steuern. 
Der Test lief in 48 Cafés in St. Louis. In einigen wenigen Filialen, beispielsweise in der Innenstadt von St. Louis, ist das Angebot stark genutzt worden. Mehrheitlich aber fiel das Projekt durch. Jetzt plant die Company laut Propel-Bericht ein wechselndes ‚Bezahl-was-du-dir-leisten-kannst-Gericht‘, das auf die Saison abgestimmt immer nur etwa 6-8 Wochen auf der Karte steht.
 
Die grundlegende Idee der Preisfreiheit etablierte Panera bereits in seinen sogenannten ‘Panera Cares community cafés‘ (Boston, Chicago, Detroit, St. Louis und Portland Ore). In diesen Filialen sind alle Artikel ohne feste Preisauszeichnung. In erster Linie verstehen sich diese Standorte als Sozialprojekte, für die Panera mit viel PR entlohnt wurde.  
 
Insgesamt zählt die Marke Panera aktuell 1.650 Bakery Cafés (Eigenregie und Franchising).
 
www.panerabread.com


stats