USA

Panera Cares Cafés machen Pay-as-you-please-Idee populär

Im Panera Cares Café in Dearborn, Michigan, zahlen Gäste und Kunden nur so viel, wie sie möchten: Der Ableger der erfolgreichen Panera Bread-Kette empfiehlt seinen Besuchern einen Preis für ein Gericht bzw. Produkt, ob sie aber letztendlich diesen Betrag, mehr, weniger oder gar nichts in die Spendenbox werfen, bleibt ihnen selbst überlassen. Nach einem Jahr steht fest: Das Konzept geht auf - nicht als Profit Center, aber als soziale Einrichtung. Die Panera Bread Foundation will nun weitere Panera Cares Cafés bauen.  
Pay-what-you-can-Cafés liegen im Zeitalter der anhaltenden Wirtschaftskrise in den USA im Trend. Neben Dearborn gibt es bereits in Clayton, Montana, und Portland, Oregon weitere Panera Cares-Units. Ron Shaich, Präsident der Panera Bread Foundation, zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz: "Es war in vielerlei Hinsicht ein Test für die Menschlichkeit. Wir konnten nicht voraussehen, ob die Menschen sich gegenseitig helfen oder nur ihren Vorteil aus dem Angebot ziehen würden. Es geht um geteilte Verantwortung. Die Cafés werden nur selbständig überleben, wenn diejenigen Gäste, die in der Lage sind, ihren Teil beizutragen, das auch tun."

Diese - in den Cafés auf Schildern und vom Personal thematisierte - Botschaft ist der Schlüssel zum Erfolg der Panera Cares-Idee. Um Missbrauch vorzubeugen, werden die Gäste gebeten, maximal eine kostenlose Mahlzet am Tag einzunehmen. Wer mehrfach pro Woche kommt, dem wird angeboten, ehrenamtlich mitzuarbeiten. "Das hilft den Menschen, sich besser zu fühlen", so Shaich.

Das Unternehmen schätzt, dass etwa 20 % der Gäste mehr bezahlen als vorgeschlagen, 20 % geben weniger oder gar nichts, der Rest bezahlt die ausgeschriebene Summe. Im Schnitt arbeiten die Cafés kostendeckend, wenn sie 80 % des regulären Verkaufspreises für die Lebensmittel erzielen.

"Nur so können wir weiter machen", betont Projektmanagerin Kate Antonacci. "Sobald unsere Gäste verstehen, dass unser Angebot nicht kostenlos ist und dass es der Person in der Reihe hinter ihnen hilft, wenn sie nur einen Vierteldollar mehr bezahlen, verstehen sie, dass dies ein einfacher Weg ist, jemand anderen zu unterstützen."

Hinter Paneras Entschluss für die Panera Cares Cafés steht der Wunsch der direkten Hilfe für die Teile der Bevölkerung, der auf Lebensmittelspenden angewiesen ist. Durch das Projekt Operation DoughNation spendet das Unternehmen außderm jährlich unverbrauchte Backwaren im Wert von 100 bis 150 Mio. Dollar für Tafeln und ähnliche Initiativen. 

Im Vorfeld des ersten Panera Cares Cafés besuchten Shaich und seine Mitarbeiter neun Monate lang Suppenküchen, Community Cafés und andere Versorger und fanden "wenig aufmunternde Orte". Panera Cares sollte Lebensmittel den Bedürftigen auf würdige Art anbieten - im Panera Ambiente und mit dem kompletten Panera-Angebot. 

www.panerabread.com


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