Großbritannien

Pret A Manger strebt an die Börse

Ein Börsengang soll der britischen Sandwichkette Pret A Manger mehr Spielraum für die internationale Expansion verschaffen. Nach Medienberichten steht Pret-Gründer Julian Metcalfe bereits in Verhandlungen mit Banken. Gemeinsam mit Mit-Gründer Sinclair Beecham besitzt Metcalfe rd. zwei Drittel des Unternehmens, er strebt das Floating binnen der nächsten 18 Monate an. Minderheits-Eigner McDonald’s wollte zu den Börsenplänen nicht Stellung nehmen – der Fast Food-Gigant war 2001 in die Company eingestiegen und hält 30 % der Anteile.

Analysten zufolge dürfte der Marktwert von Pret zwischen 150 und 280 Mio. GBP erreichen. Im letzten Jahr erreichte das 1986 gegründete Unternehmen, neben Großbritannien auch in New York, Hongkong und Singapur präsent, Umsätze von 190 Mio. GBP und einen Profit vor Steuern von 8 Mio. GBP.

Metcalfe stand dem Going Public wegen des damit verbundenen Wachstumsdrucks in der Vergangenheit stets reserviert gegenüber. Ein Börsengang würde allerdings die internationale Expansion der Marke wesentlich erleichtern, so seine Position heute. „In neuen Ländermärkten Fuß zu fassen, ist äußerst kostenintensiv.“ Einschlägiges Lehrgeld hat man bereits bezahlt: Pret musste nach offensichtlich übereilten Engagements Outlets in Japan und New York wieder schließen.

Im laufenden Jahr will man im Big Apple massiv Flagge zeigen, ähnlich in Hongkong und Singapur.
www.pret.com


stats