USA

Restaurants kommunizieren per Applikation mit iPhone-Nutzern

Das Verhältnis zwischen amerikanischen Restaurant-Kettern und den iPhone-Nutzern in den USA wird immer interaktiver. Immer mehr Systeme erstellen so genannte 'applications', die es ihren Kunden erlauben, mittels ihres Apple-Handys das nächste Restaurant zu finden oder sogar gleich via Telefon bzw. Internet ihr Essen zu ordern.

Beispiel Pizza Hut: am 15. Juli startete die Applikation, mit der Kunden online ihre Pizza bestellen und ganz nach Wunsch konfigurieren können - ohne lange in einer Warteschleife zu hängen oder sich verbal mit einem Mitarbeiter auseinander setzen zu müssen. Um die Wartezeit, bis die Pizza geliefert wird, zu überbrücken, enthält das Programm, das auf der Pizza-Hut-Website zum kostenlosen Download angeboten wird, sogar ein Spiel. Nur zwei Wochen später hatten bereits 100.000 amerikanische iPhone-Besitzer die Applikation auf ihr Handy geladen.

Ende August stieg auch die Burrito-Kette Chipotle (860 Units) ins Applikationen-Geschäft ein: Wer über ein iPhone oder einen iPod Touch verfügt, kann seine Order damit nach Belieben zusammen stellen und übermitteln. Gleichzeitig brachte das Unternehmen das Online-Bestellsystem auf seiner Website auf den neuesten Stand. CEO Steve Ells: „Der technische Durchbruch des iPhones ermöglicht uns, unseren Kunden eine überzeugende Erfahrung zu liefern, die sich durch Einfachheit, persönlichen Service und Aufmerksamkeit für Details auszeichnet. Das iPhone und der iPod Touch sind neue kraftvolle Mittel, mit unseren Gästen in Kontakt zu treten, sie zu binden und zufrieden zu stellen."

Das Erstellen von Applikationen könnte eine ganz neue Branche werden, bereits jetzt haben sich einige Unternehmen auf diesen Bereich spezialisiert, wie z.B. Cables Media aus Fort Lauderdale, die nach eigenen Angaben bereits Gespräche mit „sehr großen Kunden" aus der Gastronomie" führen. Cables Media entwickelt Applikationen, die Sonderangebote, Coupons, Produktneuheiten und den Weg zum nächsten Restaurant darstellen können und den Nutzer jederzeit per Popup über neue Aktionen informieren. Dieser kann die Angebote dann einlösen, indem er am Counter sein iPhone mit dem entsprechenden Code zeigt.

Cables Media kassiert nach dem pay-as-you-go-Prinzip, das heißt, der Gastronom bezahlt immer dann, wenn er einen Coupon oder eine Aktions-Nachricht an seine Gäste schickt. Die Kosten richten sich nach der Zahl der herunter geladenen Applikationen. „Diese Methode wird die Zukunft der Werbung sein", prognostiziert Inhaber Jon Krutchik. „Die Leute haben ihr Handy immer dabei - welches andere Marketingwerkzeug kann das schon von sich behaupten?"

Im April hatte Apple vermeldet, dass in seinem App Store innerhalb eines Jahres 1,5 Mrd. Applikationen (kostenlos oder gegen Gebühr) herunter geladen worden sind. Insgesamt sind derzeit rund 70.000 verschiedene Programme verfügbar. 2008 wurden 13,7 Mio. iPhones verkauft, bis September 2011 erwarten Experten weltweit etwa 50 Mio. Geräte.
 
http://www.apple.com/
http://www.chipotle.com/
http://www.pizzahut.com/

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