USA

Subway mit Wachstum an ungewöhnlichen Plätzen

Mit einer außergewöhnlich aggressiven Location-Politik hat sich die Sandwichkette Subway auf Platz 1 bei der Anzahl der Outlets in den USA katapultiert. So wurde im vergangenen Quartal die Gesamtzahl von 20.000 übersprungen und damit hat Subway in den USA bereits rund 7.000 Betriebe mehr als McDonald's.



Hintergrund dafür ist die Kreativität der Subway-Franchisenehmer beim Aufspüren neuer Locations. „Die guten Plätze sind doch schon längst alle besetzt, nur mit neuen Ideen schafft man heute noch lukrative Anziehungspunkte“, sagt beispielsweise Ghazi Faddoul, der soeben als erster Subway-Franchisenehmer einen Betrieb innerhalb eines jüdischen Gemeindezentrums eröffnet hat.



Wie er denken viele seiner Franchise-Kollegen und wagen sich auf ein Terrain, an das viele Konkurrenten überhaupt nicht zu denken wagen. So gibt es Subway bereits innerhalb von rund einem Dutzend Münz-Waschsalons, mindestens ebenso viele in Baumärkten sowie neuerdings auch einen Betrieb in einem Supermarkt für Haushaltsgeräte.



Besonders spektakulär war jedoch die Eröffnung eines Restaurants innerhalb einer Baptistenkirche in Buffalo, im US-Staat New York. Franchisenehmer ist Pastor Darius Pridgen, der mit seinem Schritt einen Zorn der Entrüstung in der Gemeinde auf sich zog. „Eine besonders streng gläubige alte Dame hat mich mit weinender Stimme am Telefon angefleht den Betrieb wieder zu schließen“, berichtet Pridgen über die Reaktionen in seiner Gemeinde.



Doch Pridgen blieb konsequent. „Das hier ist eine wirtschaftlich Not leidende Gegend, was ist falsch daran, wenn wir neue Jobs hierher bringen und die Finanzierung der Kirche auf stabilere Füße stellen“, lautete seine Begründung. Nur in einem Punkt gab er seinen Kirchgängern nach: Ein überdimensionales Subway-Zeichen, das sogar noch größer was als das Kreuz, musste einem wesentlich kleineren weichen. „Der Einwand war berechtigt, wir sind schließlich immer noch in erster Linie eine Kirche“, gab er zu.

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