Lohnende Lektüre

Trendküche Indien

Plötzlich ist Indien überall. Längst ein Thema in Sachen Musik und Parties, Kino und Kleidung, Literatur und IT – zwischen Bollywood und Bangalore erschließt sich trendlustigen Konsumenten reichlich Raum für Inspiration. So gibt eine Publikation die andere, ein Feuilleton-Feature provoziert das nächste. Und nun tritt auch die Küche Indiens auf den Plan, eher im Schlepptau des Indien-Hypes denn vorneweg. Doch sie kommt, aromareich und farbenfroh. Treiber sind weniger die klassischen indisch geführten Restaurants. Vielmehr hiesige Gastronomen mit Gespür für die Sehnsüchte der Verbraucher. Und wo Indische Küche hierzulande in Restaurants und Kantinen im Rahmen von Aktionen Einzug hält, berichten die Macher von massivem Zuspruch.

Verständlich: Hilft man dem Gast, sich der großen Unbekannten Indische Küche ein Stück weit, auf neutralem Terrain sozusagen, anzunähern, wachsen Lust und Neugier auf mehr. In diesem Sinne vorbildlich und unbedingt empfehlenswert ist eine Entdeckung aus dem Supermarkt: die jüngste Ausgabe des kulinarischen Magazins kreativ küche/meine Familie & ich. Das Heft 2/2007 widmet sich komplett der ‚Trendküche Indien’. Genial und kundig gemacht, behutsam Ordnung in die kulinarische Vielfalt Indiens bringend, ist das Heft ein gelungener Grundkurs in Sachen Indisch kochen. Unkompliziert nachzuvollziehende Rezepte plus erklärende Kommentare plus etwas Warenkunde, das Ganze herrlich opulent fotografiert. 3,50 EUR: ein lohnendes Investment für alle, die sich als Gastronomen mit der Küche des Subkontinents beschäftigen möchten.

Denn soviel ist sicher: Der Trend nimmt Fahrt auf. Aromenpracht und -vielfalt der Gerichte, dazu ein starker vegetarischer Einschlag, passen in die Zeit. Dazu sind die typischen Geschmackswelten der Indischen Küche dem westlichen Gaumen weitaus leichter zugänglich als etwa im Falle Japan. Und: Schon zeigen die ersten Convenience-Anbieter beispielsweise Backware im Indien-Look. Naan-Brot gibt’s in jedem besseren Supermarkt, indisch geprägte Fingerfood-Lösungen dürften nicht lange auf sich warten lassen. Curry- und Tandooripasten, typische Gewürze zu beschaffen: kein Problem. Es muss ja nicht auf Anhieb ein Tandoori-Ofen sein. Doch selbst das ist möglich, sogar leihweise, bei einschlägigen Spezialisten.
www.lust-auf-genuss.de
www.funfood.de

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