Starbucks

neues Konzept soll Abendgeschäft ankurbeln

Ein Gläschen Wein und eine Käseplatte im nächsten Starbucks? In Seattles Capitol Hill-Viertel ist das jetzt möglich. In einem völlig Coffee House in der Heimatstadt der weltweit 16.000 Mal vertretenen Marke wurde ein völlig neues Konzept umgesetzt: mit lokalen Bieren und Weinen, einem großen ’Communal Table’, einer regionalen Käseauswahl und einem Design, das sich möglichst unauffällig in die Umgebung einfügt.

Auf den ersten Blick erinnert kaum noch etwas an die vertrauten Coffee Houses des Kaffeebar-Pioniers, der im kommenden Jahr seinen 40. Geburtstag feiert. Anders als bei zwei weiteren Test-Locations in Seattle steht bei diesem Café jedoch der Name ’Starbucks’ weithin sichtbar über der Eingangstür.

Das neue Konzept zielt eindeutig auf das Abendgeschäft: Bislang macht Starbucks in den USA 70 Prozent seiner Umsätze vor 14 Uhr. Nicht nur den Kunden, auch den Anteilseignern soll die neue Ausrichtung gefallen – sprich: man verspricht sich höhere Profite.

Die Botschaft an den rund 15-Mrd. Dollar schweren amerikanischen Kaffeebar-Markt ist klar: Starbucks lässt sich von Konkurrenten wie McDonald’s und Dunkin’ Donuts nicht abhängen, sondern entwickelt sich weiter. Im Erfolgsfall könne das Konzept an rund der Hälfte der weltweit 16.000 Starbucks-Standorte umgesetzt werden. Die Um- und Neubaukosten pro Store beziffert das Unternehmen mit zwischen 25.000 und 400.000 Dollar.

Amerikanische Experten sind geteilter Meinung über die Erfolgsaussichten des neuen Konzepts: Starbucks sei den Konsumenten in den USA zu vertraut, um ’hip’ zu sein, meinen die einen. Andere halten die Neuausrichtung für einen entscheidenden Schritt, das Unternehmen zukunftsfähig zum machen.

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