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reduzierter MwSt.-Steuersatz für Restaurants & Hotels

Der Schweizer Bundesrat hat vor wenigen Tagen seine Varianten für das geforderte Zwei-Satz-Modell der MwSt.-Reform vorgeschlagen. Neu sollen das Gastgewerbe und die Beherbergung einem reduzierten Steuersatz unterstellt werden.

Hintergrund: Das Parlament hatte die ursprünglichen Pläne des Bundesrates für einen einheitlichen MwSt..-Steuersatz abgelehnt und den Bundesrat beauftragt, ein Zwei-Satz-Modell vorzulegen, welches die meisten heute geltenden Ausnahmen beibehält. Steuererhöhungen seien zu vermeiden, so verlangte es das Parlament.

Zwei Vorschläge liegen auf dem Tisch:

Die Minimalvariante, die als Hauptvariante bezeichnet wird, sieht nur für Nahrungsmittel sowie das Gastgewerbe und Beherberungsleistungen den reduzierten Steuersatz vor.

Für andere Leistungen – wie Kultur, Sport, Zeitungen oder Medikamente – würde dann der Normalsatz von 8 % gelten. Der reduzierte Satz würde von bisher 2,5 auf 2,8 % angehoben.

Bei der Maximalvariante würde der tiefere Satz für alle bisher zum reduzierten Satz steuerbaren Leistungen sowie für das Gastgewerbe und die Hotellerie gelten. Damit die Steuerausfälle kompensiert werden könnten, müsste der reduzierte Satz aber von 2,5 auf 3,8 % erhöht werden.

Die Besteuerung aller gastgewerblichen Leistungen zum reduzierten Satz hätte, so heißt es, jährliche Mindereinnahmen von rund 760 und 810 Mio. CHF zur Folge.

Das Gastgewerbe würde laut dem Bundesrat bei beiden Varianten von einer massiven Steuersenkung profitieren. Die Hotellerie, vor allem bei der Minimalvariante.

Zufrieden über die vom Bundesrat präsentierte Vorlage zur Reform der MwSt.. zeigten sich die beiden Branchenverbände hotelleriesuisse und Gastrosuisse.

Das Zwei-Satz-Modell kann frühestens 2016 in Kraft treten, weil es eine Änderung der Bundesverfassung erfordert.

www.hotelleriesuisse.ch

www.gastrosuisse.ch



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