Rosenberger (A)

verkauft an chinesische Unternehmer

2012 feierten die Rosenberger-Restaurants in Österreich 40-jähriges Jubiläum. Im August 2013 verkauft das Geschwisterpaar Melina und Kris Rosenberger an neue Eigentümer: zwei chinesische Unternehmerfamilien. Verbindlichkeiten in Höhe von 18 Mio. € machten diesen Schritt notwendig. Mit den drei zuletzt eröffneten Betrieben – Investitionen jeweils 25 Mio. € – hatte man sich wohl übernommen und rutschte in die Verlustzone. 2012 wurden mit 19 Standorten etwa 40 Mio. € erwirtschaftet. Die Arbeitsplätze der rund 800 Mitarbeiter seien nicht in Gefahr, heißt es. Melina und Kris Rosenberger werden als Berater an Bord bleiben.


20 Mio. € sollen für die Übernahme gezahlt worden sein, so die österreichische Presse – der größte Teil des Geldes ist für die Deckung der Verbindlichkeiten vorgesehen. Die neuen Eigentümer versprechen, das bisherige Konzept beizubehalten. Dafür soll der bisherige Rosenberger-Geschäftsführer Franz Groißenberger sorgen, der seinen Posten weiterführen wird.

Die 1972 von Heinz J. Rosenberger gegründete Marke steht für ein großes Kapitel Pioniergeschichte moderner Verkehrs-Gastronomie an österreichischen Autobahnen. Als der mehrfach ausgezeichnete Gründer (u.a. 1987 Hamburger Foodservice Preis) 1999 im Alter von nur 62 Jahren verstarb, wurde das Unternehmen in der Familie aufgeteilt. Melina und Kris Rosenberger führten ihre Standorte unter dem alten Namen weiter.
Der andere Teil des Familienunternehmens wurde zur Marke ‘Landzeit‘, die heute unter der Regie von Wolfgang Rosenberger (Geschäftsführer) und Schwester Elisabeth (Marketing-Chefin) mit 16 Standorten 50 Mio. € umsetzt.

An Österreichs Autobahnnetz laden etwa 100 Raststätten zum Einkehren ein. Dritter nationaler Player neben Landzeit und Rosenberger ist das Unternehmen ‘Oldtimer‘ mit vier Standorten. Außerdem tummeln sich die italienische Marke Autogrill und das Schweizer Unternehmen Mövenpick im verkehrsgastronomischen Markt der Alpenrepublik.

www.rosenberger.cc

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