McDonald's

Auslandszentrale zieht um nach Großbritannien

McDonald’s will seine Zentrale im Ausland von Luxemburg nach Großbritannien verlegen. Dies melden unter Berufung auf einen Konzernsprecher diverse Online-Medien. Bei der geplanten neuen Holding würden die Lizenzgebühren aus den meisten Franchiseverträgen außerhalb der USA eingehen. Die Gewinne würden in Großbritannien versteuert, das bekanntlich im kommenden Frühjahr seinen Austritt aus der EU beantragen will.

Der Umzug steht den Angaben zufolge im Kontext der globalen Neuorganisation, die Konzernchef Steve Easterbrook schon kurz nach seinem Amtsantritt im März 2015 initiiert hat. Für den Standort Großbritannien spreche, dass es dort eine hohe Zahl von Mitarbeitern mit den für das internationale Geschäft notwendigen Sprachkenntnissen und Verbindungen gebe. Das McDonald's-Büro in Luxemburg wird künftig nur noch für die Geschäfte innerhalb des Landes zuständig sein.

Wie auch andere international agierende Konzerne, steht McDonald’s wegen seiner Steuerpraktiken in der EU schon länger im Fokus der EU-Behörden, aber auch von Medien, Gewerkschaften und Verbraucherorganisationen. Demnach werden den Unternehmen vom luxemburgischen Staat extrem niedrige Steuersätze gewährt, die den regulären Steuersatz von 20 % deutlich unterschreiten sollen.

McDonald's hat stets bestritten, gegen geltendes Recht verstoßen zu haben. Nach Angaben des zitierten Unternehmenssprechers beliefen sich die vom Konzern in der EU gezahlten Unternehmenssteuern in den Jahren 2011 bis 2015 auf mehr als 2,5 Mrd. US-$ (2,35 Mrd. €), was einem Durchschnittssatz von 27 % entspreche.

Der Nachrichtendienst Bloomberg verweist darauf, dass die britische Steuersatz von derzeit 20 % im April nächsten Jahres auf 19 % gesenkt werden soll, eine weitere Absenkung auf 17 % ist laut Schatzkanzler Philip Hammond für 2020 vorgesehen.

www.mcdonalds.com

stats