Belgier ärgern sich über hohe Pommes-Preise

’Frittenkrieg’ im Mutterland der Pommes! Wenn es um die Preise für ihr Nationalgericht geht, verstehen die Belgier keinen Spaß. Und so sorgen Beträge von mehr als 2 Euro für die Tüte Pommes frites im Nachbarland für Unfrieden – vor allem, da der Kartoffelpreis im vergangenen Jahr um ein Viertel gesunken ist. Jetzt will sich mit Wirtschaftsminister Vincent Van Quickenborne die Regierung der Sache annehmen. Die Pommes-Hersteller weisen die Verantwortung für den Preisanstieg um zuletzt etwa 4 % zurück. „Die Kartoffeln machen nur etwa ein Drittel des Preises aus.“, erklärt ein Sprecher des Verbandes ’Frituristen’. „Höhere Kosten für Öl und Gas sind Schuld!“ Da belgische Pommes zweimal gebraten werden, brauchen die Anbieter von beidem deutlich größere Mengen als hierzulande. Die Belgier dagegen wittern Abzocke und ein Kartell der Lebensmittelindustrie. Auch der belgische Bäckerverband wurde bereits wegen Preisabsprachen zu einer Strafe verdonnert, berichtet die FTD. Van Quickenborne hat demnach die nationalen Wettbewerbshüter aufgefordert, die Entwicklung der Kartoffelpreise und die der Fritten miteinander zu vergleichen und eventuelle Absprachen aufzudecken. Wettbewerbsexperten sind allerdings skeptisch. Ein Ziel dürfte der Politiker jedoch erreichen: Beim Wähler kommt sein Vorstoß jedenfalls sehr gut an.


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