NYC Grand Central

Claus Meyers Restaurant + Food Hall kurz vor Eröffnung

Das Projekt ist höchst ambitioniert und einer Ausnahmepersönlichkeit wie Claus Meyer würdig – Galionsfigur der New Nordic Cuisine und Mitbegründer des mehrfach zum weltbesten Restaurant gekürten Noma in Kopenhagen. Erstmals wird in der Vanderbilt Hall in New Yorks Grand Central Terminal ein gastronomisches Konzept einziehen: die Great Northern Food Hall. Hinzu gesellt sich das Fine Dining Restaurant Agern nebenan, das jetzt Ende April eröffnen soll. Die Food Hall folgt voraussichtlich im Lauf des Mai.

Mit Restaurant und Food Court will Meyer den New Yorkern die nordische Küche und ihre typischen Produkte nahebringen: Die Food Halle beansprucht die eine, westliche Hälfte der bislang leerstehenden bzw. als Eventfläche genutzten Vanderbilt Hall. Strikte Denkmalschutzauflagen haben erfordert, dass die Installierung des Food Courts samt allen technischen Zubehörs ohne jegliche Eingriffe in die bestehende Bausubstanz (inklusive historischer Marmorboden) erfolgen musste.

Das Angebot soll täglich wechseln und spielt sich den Planungen zufolge an fünf Stationen ab – plus Bar: süße und salzige Porridges in der Grain Bar, Salate, frisch gepresste Säfte und vegetarisch geprägte Snacks im Almanak. Selbst gebackenes Brot und Backwaren aus Meyer’s Bageri sollen ein zentrales Thema werden. Kaffee & Co. gibt’s in einer Station namens Brownsville Roasters, um den dänischen Klassiker Smörrebröd dreht sich alles im Open Rye.

Neben dem Food Court residiert auf separater Fläche - früher als Smoking Room für die männlichen Raucher unter den Reisenden genutzt, denen die Vanderbilt Hall als Wartesaal diente – das Fine Dining Restaurant Agern mit rd. 100 Sitzplätzen. Es wird nach dem Vorbild der New Nordic Cuisine einen streng saisonalen Ansatz pflegen – mit überwiegend aus der New Yorker Region bezogenen Produkten. Chef am Herd ist der isländische Spitzenkoch Gunnar Gíslarson. Schon in seinem Restaurant Dill in Rejkjavik kultivierte er traditionelle Techniken der nordischen Küche wie Räuchern, Fermentieren oder Beizen. Wer demnächst im Agern eins der Tasting Menüs ordert, kann sich auf 120 (Field + Forest) bzw. 145 $ (Land + Sea) gefasst machen.

Die insgesamt von Meyer und seinen Partnern bespielte Fläche in und neben der Vanderbilt Hall beläuft sich nach Medienangaben auf rd. 1.600 qm. Der 10-Jahres-Mietvertrag startet demnach bei 1,8 Mio. $ Basismiete (+ Umsatzmiete) und soll im 10. Jahr bei 2,8 Mio. $ liegen. Über die Kosten des gastronomischen Ausbaus schweigt Meyer sich aus, lässt aber wissen, dass er den Beschäftigten Leistungen nach skandinavischem Vorbild gewähren will wie beispielsweise bezahlten Urlaub.

Seit Meyer vor wenigen Jahren die Ausschreibung der Fläche gewann – im Bieter-Boot waren Berichten lokaler Medien zufolge 14 weitere Bewerber -, ist er samt Familie nach New York umgesiedelt und hat unterdessen dort diverse Projekte parallel zu seinem Engagement in der Grand Central Station angeschoben. Darunter eine dänische Bäckerei in Williamsburg, eine Kaffeerösterei und eine Kochschule.

www.grandcentralterminal.com

www.meyersusa.com


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