Schweizer Konsumpsyche 2016/’17

Der Gast is(s)t bewusst

In der September-Ausgabe von food-service ist kürzlich das Exklusiv-Ranking der Top 25 Gastro-Unternehmen der Schweiz erschienen. Im Rahmen dieser jährlichen Marktforschung wurde unter anderem abgefragt wie es um die gastronomische Konsumstimmung der Schweizer 2016/’17 bestellt ist. Es zeigt sich: Der (qualitäts)bewusstere und informierte Gast wünscht Transparenz, Good Food und weitere Mitnahme- und Delivery-Optionen. Hier die wichtigsten Statements zu dieser Frage, vorab drei Sätze zur 2016er-Performance der Top 25.

Kernbotschaft: Die Entwicklung der Top 25 Foodservice-Unternehmen der Schweiz (ohne Hotellerie) liegt klar über Branchenniveau. Sie erzielten 2016 gegenüber 2015 ein Umsatzplus von 2 %. Umso beachtlicher, wenn man weiß, das bereits das (kleine) Vorjahresplus auf ein fast 4 %iges Plus von 2014 aufbaute.
Und noch beachtlicher in Relation zu den Gesamtmarktdaten, die bereits im fünften Folgejahr negativ ausfallen. Denn wirtschaftlich kämpft die Schweiz immer noch mit diversen Herausforderungen – der Frankenschock von 2015 zeigt Nachwehen, insbesondere in grenznahen Regionen.

Die Konsumpsyche der Gäste 2016/’17
  • Der Konsument sucht ’trueness & true food’. Er achtet auf lokalen Bezug und Authentizität internationaler Offerten. Autogrill
  • Vermehrte Nachfrage nach Delivery. Gäste haben weniger Zeit, essen wieder lieber zuhause. Zunahme Allergien. Bindella
  • Trotz anhaltend herausfordernder wirtschaftlicher Situation war 2016 geprägt von steigendem Vertrauen in die Wirtshaft und besserem Konsumverhalten. 2017 setzt sich dies fort. Verbraucher achten auf Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis und Service. Burger King
  • Du isst, wo Du bist. Gäste sind gut informiert, achten auf bewusste Ernährung. Compass
  • Positive Konsumstimmung, insbesondere bei Delivery-Dienstleistungen. Dieci
  • Gäste geben mittags immer weniger aus, trinken oft nur Gratis-Leitungswasser. Abends steigt die Bereitschaft, vor allem Do-Sa, wieder mehr für Erlebnis und besondere Offerten auszugeben. To-go- und Delivery-Anteil steigt zu allen Tageszeiten und Wochentagen. Fredy Wiesner
  • Food ist definitiv ein Trendthema. Konsumenten interessieren sich sehr fürs Essen, woher es kommt, wie gesund es ist, ernähren sich bewusster. Ikea
  • Der Gipfel des günstigen Einkaufens in Nachbarländern ist erreicht. Der Markt wird sich weiter verändern, vor allem junge Gäste wollen situationsbedingt leichte, abwechslungsreiche Offerten und ebenso den klassischen Burger. Gastrag
  • Unsere Gäste sind weiterhin sehr auf gesunde Ernährung fokussiert. Manor
  • Gäste sind sehr qualitätsbewusst und preissensibel. Auskunft über Herkunft und Allergene wird vermehrt eingefordert. Marché
  • Bewusstes Essen steht an erster Stelle. Nicht mehr all-you-can-eat, sondern gesund und leicht. Weniger Fleisch, dafür besondere Stücke. Geld wird ausgegeben, aber bewusster. Remimag
  • Konsumpsyche deutlich positiver als 2015. SSP
  • Zunahme der Konsumenten-Ansprüche bezüglich Ernährungsformen und Wissen um Produktherkunft. Gäste wollen individualisiertes Angebot. Sowohl Gäste als auch Auftraggeber achten vermehrt auf gesundes Essen. SV Schweiz
  • Bewusster Konsum. Stärkerer Wunsch nach Transparenz. Valora
  • Freundliche Konsumentenstimmung. Gemeinschaftsgastronomie: Optimierungs-/Sparprogramme der Unternehmen wirken sich ungünstig auf Cateringumsätze aus. ZFV


Hier der Link zur pdf des Rankings:

http://www.cafe-future.net/rankings/pages/?id=559


www.food-service.de


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