Coop & Migros (CH)

Expansion & Wettbewerb im Take-away-Segment

Der Foodservice- und Take-away-Sektor der Coop Schweiz entwickelt sich zu einem immer gewichtigeren Geschäftsbereich. Mit der Anfang Januar 2017 erfolgten Übernahme der schweizerischen Aperto-Gruppe verstärkt Coop nicht nur ihre Position im Einzelhandel, sondern gewinnt weitere Anteile am To-go-Markt, da Aperto rund 45 attraktive Standorte in der gesamten Schweiz und eine starke Stellung im Convenience-Markt besitzt. Der Zürcher Wettbewerber Migros baut ebenfalls das Convenience-/Take-away-Segment weiter aus und stellte ein neues Konzept am Zürcher Hauptbahnhof vor.

Coop erwirbt mit der Aperto-Gruppe ein Unternehmen, das mit Bahnhof- und Tankstellenshops an zahlreichen Standorten in der ganzen Schweiz präsent ist. Vor allem die hochfrequentierten Locations an Bahnhöfen sind für Coop von besonderer Bedeutung. Die Tankstellen-Units hingegen überträgt Coop an die Oel-Pool AG – Betreiber der zugehörigen Tankstellen.
„Aperto, bisher im Besitz der Hofer Holding AG und der Villars Holding SA, ist mit ihren Convenience-Shops sehr interessant für uns“, erklärt Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Coop-Gruppe. „Ich freue mich auf unsere neuen Mitarbeitenden und die attraktiven Verkaufsstellen in den Bahnhöfen, die unser Angebot optimal ergänzen.“

Außerdem forciert Coop ihr 2015 eingeführtes Konzept Coop to go weiter – inzwischen sind sieben Filialen der Gastro-Formel für Inhouse- und Take-away-Konsum am Netz. Mit den neuen 45 Aperto-Standorten und etwa 280 Pronto-Shops an Bahnhöfen und Tankstellen peilt der Handelsgastronom demnächst die 350-Standort-Marke an, verteilt auf drei Convenience-Formate.

Der Handelsgastronomie-Riese Migros, Marktführer in unserem Ranking der Top 25 Foodservice-Unternehmen Schweiz mit 746 Mio. sfr Umsatz (2015), will das Geschäftsfeld nicht allein dem viertplatzierten Wettbewerber (Coop: 356 Mio. sfr) überlassen. Über die Tankstellen- und Convenience-Tochter Migrolino (307 Standorte) optimiert Migros das Anfang 2016 gestartete Take-away-Konzept ‘Freshly Made‘ weiter. Bisherige Pilot-Betriebe: Olten/Bahnhof und Zürich/Langstrasse.

Das Freshly-Made-Repertoire made by Migrolino lässt Vegetarier, Veganer und Fleischliebhaber gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, heißt es bei Migros. Das Food-Angebot: täglich wechselnde heiße Gerichte, kreative Salate, eine Vielzahl von Sandwich- und Baguette-Varianten, Früchte und Desserts. Auf der Getränkeseite gibt es: Gemüse- und Fruchtsäfte, Lassis und Limonaden sowie Kaffee-Spezialitäten  und Tee. Weitere Freshly-Made-Shops werden demnächst eröffnet, so das Versprechen.

Die beiden Schweizer Milliarden-Unternehmen konzentrieren sich damit künftig noch stärker auf den Food- und Foodservice-Bereich, somit sind sie parallel zum Einzelhandelsgeschäft in der Handelsgastronomie weiterhin stark aufgestellt. Migros brachte es Ende 2015 auf 293 Gastro-Outlets, Coop auf 213.

www.coop.ch
www.migros.ch


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