Quick

Fast-Food-Kette soll Besitzer wechseln

Acht Jahre nachdem die französische CDC-Gruppe (jetzt Qualium) 94 % der Anteile an der Fast-Food-Kette Quick vom belgischen Großunternehmer und Finanzinvestoren Albert Frère erworben hat, steht angeblich wieder ein Besitzerwechsel ins Haus. Nach Medienberichten aus Belgien haben fünf Kandidaten Interesse angemeldet – allesamt aus den USA.
 
Der Verkaufspreis wird mit 800 Mio. € angegeben, vor acht Jahren war der Deal 730 Mio. € schwer. Wie es heißt, seien die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten. Quick hat jedoch bisher keine Stellungnahme abgegeben.
 
Insgesamt betreibt die 1971 in Belgien gegründete Quick-Gruppe knapp 500 Restaurants in sieben Ländern. Die große Mehrheit der Standorte steht mit 395 Stores (2014) in Frankreich, wo zuletzt 818 Mio. € Netto-Umsatz erzielt wurden – ein Rückgang zum Vorjahr von knapp 5 %. Zweitwichtigster Markt ist Belgien mit rd. 100 Outlets. Daneben ist die Marke bislang vorwiegend in den französischen Übersee-Départements, aber auch in Russland vertreten. 80 % der Outlets sind in Franchise-nehmerhand.
 
Systemweit wurden im Jahr 2014 Umsätze in Höhe von 1,03 Mrd. € erzielt – ein Minus von rd. 4 % zum Vorjahr. Damit ist Quick im europäischen Fast-Food-Markt die Nummer 3 (hinter McDonald's und Burger King), in Frankreich die Nummer 2 hinter McDonald's.
 
Angesichts schwieriger Wachstumsbedingungen im französischen Markt hatte Quick erst kürzlich einen Expansionsvorstoß auf internationalem Terrain eingeleitet – mit ersten Eröffnungen in Tunesien und der Türkei. In beiden Ländern sowie in Marokko sollen bis Jahresende insgesamt zehn Quick-Restaurants ans Netz gebracht werden, mittelfristig ist die Rede von rd. 100 Eröffnungen. Darüber hinaus sind Engagements im Mittleren Osten, in Afrika, Asien und Lateinamerika geplant.
 
www.quick.fr
 
 
 
 
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