Migros

Gäste zahlen per Handy

Der Schweizer Genossenschaftsbund Migros wertet seine App um eine Bezahlfunktion auf. Einsetzbar ist das Handygeld ab sofort in allen Supermärkten, Fachmärkten und Restaurants. Das System erlaubt Abbuchungen von einer gängigen Kreditkarte oder einem Girokonto bei der Migros Bank. Dort haben rund 800.000 der 8 Mio. Schweizer Bürger ein Konto.

So können Kunden und Gäste an den Kassen aller Migros-Vertriebslinien per Smartphone bezahlen. Migros wagt sich also mit einem eigenen System in den Wettbewerb der Mobile-Payment-Apps in der Schweiz. Man hat ‘Mobiles Bezahlen‘ als weitere Funktion in seine App integriert. Die App war bislang eine digitale Version der Kundenkarte Cumulus, empfing aber auch Coupons und andere Angebote.

Der Genossenschaftsbund startet mit seinem eigenen Mobile-Payment-System just in einem Moment, in dem der größte Mobilfunkanbieter Swisscom sein System mangels Erfolg einstampft, so berichtet die Lebensmittel Zeitung. Es gab nur 10 000 Downloads der App. Ein weiteres Minus für alle Telekommunikations-Konzerne, die ohne Unterstützung durch die im jeweiligen Land wichtigen Banken Handy-Geld etablieren wollen.

Der Migros-Bund ist im Land des Matterhorns nicht nur uneingeschränkt der größte Einzelhändler, sondern auch der größte Gastro-Player. 2014 betrug der Nettoumsatz der knapp 300 Restaurants über 750 Mio. sfr. Durch die Übernahme der Molino-Gastronomie gelang Migros im letzten Jahr ein Umsatzplus von 13 % und damit wieder der Wechsel von Platz 2 auf Platz 1 im Foodservice-Business des Landes.

In den letzten Jahren war McDonald’s größter Gastronom der Schweiz gewesen – das aktuelle Ranking der Top 25 Schweizer Gastro-Player erscheint in der September-Ausgabe von food-service.

Die Migros-Genossenschaft Aare wird exklusiver Lizenznehmer (Master-Franchising) der deutschen Marke L’Osteria. Aare ist im Verbund der M-Genossenschaften die größte, ihr gehört auch die Thai-Marke cha chà.

www.migros.ch

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