USA

Gastro-Branche wächst dank Take-away und Delivery

Der US-amerikanische Branchenverband National Restaurant Association (NRA) rechnet für die USA im Jahr 2017 für den Außer-Haus-Markt mit Umsätzen von 799 Mrd. $ - ein Plus von 1,7 %. Verantwortlich für das Wachstum sollen vor allem schnellgastronomische Anbieter sein. Für Fullservice-Betriebe erwartet die NRA ein Plus von 1,1 %.

Die Verbraucher entschieden sich immer häufiger für schnelle, bequemere Optionen, erklärte der Verband. Die Umsätze des Quickservice-Segments dürften deshalb um 2,5 % (real) auf 234 Mrd. Dollar steigen, so die Prognose, während die Fullservice-Erlöse um real 1,1 Prozent auf 263 Mrd. Dollar anwachsen sollen.  

Damit wächst die QSR-Branche in den USA mehr als doppelt so schnell wie die Fullservice-Gastronomie - ein Trend, der bereits seit mehreren Jahren anhält. 

Von 1970 bis 2017 wuchs die amerikanische Gastro-Branche im Schnitt um 6,4 % im Jahr (Compound Annual Growth Rate). Allerdings trat mit der Finanzkrise von 2007/2008 eine deutliche Verlangsamung ein: Seither liegt der durchschnittliche Wert bei nur noch 4,3 % jährlich. Dies werde auch in den kommenden Jahren so bleiben, erwartet der Verband. 

Die Prognose von 799 Mrd. $ schließt alle Anbieter von verzehrfertigem Essen mit ein. Die darin enthaltenen Erlöse traditioneller Restaurants sollen demnach auf 571,5 Mrd. $ wachsen (+1,7 %). Auch diese setzen zunehmend auf das Wachstumsfeld Take-away, to-go und Delivery. 

"Es ist wichtig, festzuhalten, dass es den Restaurants zurzeit besser geht als noch vor einigen Jahren", kommentiert Hudson Riehle, Marktforscher für die NRA. "Aber es ist eine Tatsache, dass ein Großteil des Wachstums nicht daher rührt, dass mehr Leute die Restaurants besuchen. Viel mehr findet das Geschäft vermehrt außerhalb der Locations statt."

www.restaurant.org
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